Vorweihnachts-Interview mit Stones-Club-Ehrenmitglied Peter & Stones-Club-Mitglied Pierre Kappertz in für Veranstalter, Künstler & Gastronomen absolut schwierigen CORONA-ZEITEN!

Liebe Stones-Club-Mitglieder, liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

die Maßnahmen, die der Staat in Corona-Zeiten (http://www.stones-club-aachen.de/?s=corona) ergriffen hat, treffen uns alle. Besonders aber treffen sie die Veranstalter, die Künstler, die Clubs und die Gastronomie ganz, ganz hart.

                             

Diesbezüglich führte wir ein Interview mit unserem Stones-Club-Ehrenmitglied Peter Kappertz (http://www.stones-club-aachen.de/?s=peter+kappertz) und dessen Sohn, unserem Stones-Club-Mitglied Pierre Kappertz (http://www.stones-club-aachen.de/?s=pierre+kappertz), die gemeinsam den Saalbau Rothe-Erde, genannt „KAPPERTZ-HÖLLE“ (http://www.stones-club-aachen.de/?s=kappertz-h%C3%B6lle) betreiben.

Peter Kappertz: 65 Jahre alt und Senior-Chef der „KAPPERTZ-HÖLLE“

(Stones-Club-Arciv-Foto zeigt Peter Kappertz in Aktion in seinem Saalbetrieb.)

Pierre Kappertz: 35 Jahre alt und Junior-Chef der „KAPPERTZ-HÖLLE“

(Das Eigenfoto  zeigt Pierre Kappertz.)

(Stones-Club-Archiv-Foto zeigt die „KAPPERTZ-HÖLLE“)

Frage: Die Veranstalter in der gesamten Republik beklagen, dass sie und die Künstler – im Gegensatz zur Gastronomie – zu Zeiten des Lockdowns durch die Bundesregierung nicht mit finanzieller Unterstützung versehen wurden und werden. Wie steht Ihr dazu?

Peter: Wir haben ja in unserem Veranstaltungsgeschäft auch Gastronomie integriert. Für den coronabedingten ersten Ausfall des Gastronomiebetriebs wurden wir entschädigt. Auf das Geld für den Umsatzausfall für den zweiten Ausfall warten wir, wie die anderen Gastronomen auch. Als Veranstalter erhalten wir für ausgefallene Events keine Entschädigung.

Pierre: Dass die Veranstalter und Künstler nicht durch die Politik entschädigt werden, empfinde ich als ungerecht. Da muss man die Frage danach stellen, weshalb das so ist?

Frage: Würdet Ihr Eure Existenz aus momentaner Sicht durch die Lockdown-Regeln – besonders wegen der ausfallenden Karnevalsveranstaltungen – als gefährdet bezeichen?

Peter: Normalerweise haben wir in der Zeit von September bis Februar eine Veranstaltungsdichte (Karnevalsveranstaltungen, Weihnachtsfeiern, Kindermärchen etc. pp.). Das fehlt ja jetzt, und das spürt man sehr deutlich.

Pierre: Das tut mehr als weh. Nicht nur wir, sondern auch viele andere Gastronomie oder Veranstaltungsbetriebe werden noch lange daran zu knabbern haben.

Frage: Wie sieht es bei Euch mit Anfragen auf Durchführung künftiger Veranstaltungen aus?

Peter: Die Anfragen für kommende Zeiten sind da. Aber die sind ja zunächst einmal nicht sicher. Dennoch tut es gut zu wissen, dass es sie gibt.

Pierre: Wenn das nicht wäre, dann hätte ich keine Hoffnung. Viele Kunden machen sich auch Sorgen um uns. Das nenne ich Solidarität.

Frage: Wie schätzt Ihr die Lage ein? Wie lange wird nach Eurer Einschätzung dieses ungewisse Rauf und Runter noch anhalten?

Peter: Das ist schwer zu sagen. Veranstaltungen sind teilweise zum dritten Mal verschoben worden. Und Spekulieren ist in dieser Zeit müssig.

Pierre: Da wage ich keine Prognose.

Frage: Habt Ihr bis dato Solidarität erhalten, und wenn ja, von welcher Seite kommt diese?

Peter: Wie bereits gesagt, kommt die Solidarität sehr stark von Kunden. Aber auch Leute, die keine Kunden unseres Hauses sind, erklären ganz offen ihre Solidarität mit uns in dieser schwierigen Zeit.

Pierre: Da kann ich mich nur meinem Vater anschließen. Und das dies der Fall ist, ist auch gut so. Das motiviert zum Durchhalten.

Frage: 2022 können THE ROLLING STONES ihr 60-jähriges Bühnenjubiläum feiern. Würdet Ihr dann dem Stones-Club die Möglichkeit bieten – vorausgesetzt es gäb wieder eine „Normalität“ und ein OPEN AIR käme nicht zum Klappen – Euren Saal für eine entsprechende Ganztags-Veranstaltung im großen Stil zu nutzen?

Peter: Für unseren Rolling Stones-Club, dessen Ehrenmitglied ich bin, ist unsere Saaltür immer offen. Bis dato gab es mit dem Club nur vollbesetzte Veranstaltungen. Wir sollten allerdings frühzeitig terminieren.

Pierre: Ich freue mich immer auf diese Veranstaltungen mit dem Stones-Club. Und ich schließe mich den Ausführungen meines Vaters hier an.

Frage: Womit verbringt Ihr die Zeit des coronabedingten Leerstandes?

Peter: Ich nutze diese Leerphase dazu, gemeinsam mit Pierre Modernisierungs-, Verbesserungs- und Verschönereungsarbeiten zu machen, wozu uns der coronafreie Normalbetrieb kaum Zeit lässt. Und da ist ja auch noch mein Enkelkind.

Pierre: Ausserdem nutze ich diese Zeit jetzt zur Intensivierung meines  Familienlebens. Mein Töchterchen Pia-Karla hat ja auch ihr Recht auf den Papa.

Frage: Was vermisst Ihr in dieser Lockdownzeit am meisten?

Peter: Wir, und da spreche ich jetzt für Pierre mit, vermissen ganz stark unsere Gäste, unser Personal und die Künstlerinnen und Künstler. Sie sind allesamt unser Elixier.

Pierre: Ich drücke es einmal so aus: CORONA hat uns unser Herz herausgerissen!

Frage: Mijnheer Jan Smeets, der größte Veranstalter im Dreiländereck (PINKPOP), ist nicht zuletzt auch wegen der schlechten Corona-Perspektive in den Ruhestand getreten. Wenn Ihr die gesamte derzeitige Entwicklung betrachtet, gebt Ihr dann dem Veranstaltungsgeschäft in Deutschland noch eine Zukunft?

Peter: Das möchte ich mit einem ganz klaren JA beantworten. Das ist nach meinem Dafürhalten nur eine Frage der Zeit.

Pierre: Ich sage auch JA dazu. Gleichzeitig sage ich hoffentlich, denn wir alle brauchen die Veranstaltungsbranche für unsere Kultur/Seele.

Frage: Habt Ihr auch in diesen schweren Zeiten schon einmal daran gedacht, das Veranstaltungsgeschäft aufzugeben, um etwas ganz Anderes zu machen, womit Ihr Euer Geld verdienen könntet?

Peter: Ja, mit dem Gedanken habe ich gespielt. Und wenn ich ehrlich bin, dann spiele ich mit diesem Gedanken noch immer.

Pierre: Das gilt auch für mich. Auch ich trage derartige Gedanken mit mir herum.

Frage: Was möchtet Ihr uns ausserhalb dieser Interviewfragen noch mitteilen? 

Peter: Ich wünsche uns allen Gesundheit, ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Ferner freue ich mich jetzt auch sehr auf das Weihnachtsfest mit meiner Familie, besonders mit meinem Enkelkind, für das es das erste Weihnachtsfest ihres Lebens sein wird.

Pierre: Ich wünsche euch und uns das Allerbeste für und über die Festtage hinaus. Meine größte Freude ist die, das Weihnachtsfest mit meiner Familie – besonders mit meinem Töchterchen Pia-Karla – verbringen zu können.

Manni Engelhardt: Ich danke Euch beiden ganz herzlich für dieses Interview. Wir wünschen Euch und uns als Stones-Club das ALLERBESTE für die Feiertage und das Jahr 2021, und auf dass die Hölle bald wieder brennen möge!

Peter & Pierre: Auch wir bedanken uns herzlich für dieses Interview.

Manni Engelhardt -Stones-Club-Manager-

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2 Antworten zu Vorweihnachts-Interview mit Stones-Club-Ehrenmitglied Peter & Stones-Club-Mitglied Pierre Kappertz in für Veranstalter, Künstler & Gastronomen absolut schwierigen CORONA-ZEITEN!

  1. heinz-peter cormann sagt:

    hi lieber pierre,
    du hast es für die meisten veranstalter mit dem satz „ich drücke es einmal so aus: corona hat uns unser herz herausgerissen!“ auf den punkt gebracht.
    alle veranstalter, die mit engagement bei ihrer sache waren und derzeit teilweise finanziell ausgetrocknet sind, leiden auch emotional sehr stark, weil ihnen das genommen wurde, woran sie am meisten hingen. deswegen haben sie ja in berlin und anderswo demonstriert. und es werden weitere aktionen stattfinden, die auf dieses dilemma auch für die künstlerinnen und künstler aufmerksam machen. es gilt jetzt, die brücken der solidaritär weiter auszubauen. und eine dieser brücken ist unser stones-club, wofür ich dem manni und seinem präsidiumsteam an dieser stelle wieder einmal von herzen danke sage. wünsche dir, lieber pierre, deiner familie und dem gesamten stones-club zu den herannahenden weihnachtstagen und zum bevorstehenden jahreswechsel alles erdenklich gute. möge das stonesjahr 2021 von mitmenschlichkeit und solidarität geprägt sein.
    let´s go get stoned
    heinz-peter cormann

  2. Josi & Helmut Klein sagt:

    Liebe Familie Kappertz,
    auch wir erklären unsere solidarische Verbundenheit mit eurem Veranstaltungsunternehmen in dieser schweren Zeit. Bis zum Jahr 2016 haben wir jede Veranstaltung des Stones-Clubs in eurem Saalbau im wortwörtlichsten Sinne genossen. Leider war und ist uns das durch Krankeit nicht mehr vergönnt.
    Wir wünschen euch ein gesegnetes Weihnachtsfest, Frieden, Gesundheit und eine hoffentlich bessere Perspektive für das Jahr 2021. Haltet bitte durch, denn irgendwann kommt das Licht am Ende des Tunnels.
    Liebe Grüße
    Josi & Helmut Klein

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