Unser Stones-Club-Präsidiumsmitglied Werner Gorressen bedankt sich bei uns allen für die vielen lieben Geburtstagswünsche und stellt in Bezug auf den Song SATISFACTION eine nicht ganz unprovokante Frage!

 

Liebe Stones-Club-Mitglieder, liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

unser Stones-Club-Präsidiumsmitglied Werner Gorressen (http://www.stones-club-aachen.de/?s=werner+gorressen) bedankt sich mit nachstehendem Beitrag für alle die lieben Geburtstagswünsche, die ihm anläßlich seines 67. Geburtstages aus Reihen unseres Stones-Clubs am gestrigen Tage zuteil geworden sind.

Ausserdem stellt er uns eine interessante Frage zum Song SATISFACTION, bei deren Beantwortung man schon etwas tiefer schürfen müsste.

Manni Engelhardt -Stones-Club-Manager-

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Werner Gorressen     teilt mit:

Hallo Manni, hallo Stonesfans,
 
erstmal sage ich Euch allen herzlichen Dank für die Glückwünsche zu meinem 67. Geburtstag.
 
Ausserdem möchte ich heute einmal ganz offen eine Frage stellen, die vielleicht etwas ungewöhnlich klingt:
 
Und diese Frage lautet: Haben die Rolling Stones ihren großen Durchbruch 1965 mit I Can’t Get No, Satisfaction nicht auch dem Komponistenduo Brian Holland und Lamont Dozier
 
                       Bildergebnis für fotos von Brian Holland und Lamont Dozier
 
 
zu verdanken ?
 
Der Song „Nowhere To Run“ der von der Gruppe „Martha & The Vandellas“ 1965 veröffentlicht wurde und von diesem Songschreiber-Team verfaßt wurde, soll ja bei Keith Richards laut Eintrag bei Wikipedia den Funken zu Satisfaction ausgelöst haben.
 
Hier ein kleiner Auszug aus der Eintragung bei Wikipedia:
 
„Die Idee für den unverkennbaren Eingangsriff von Satisfaction („Befriedigung“) kam Keith Richards in der Nacht zum 7. Mai 1965 nach dem fünften Konzert ihrer dritten US- Tournee, in Clearwater in Florida. Die Band war vom US-Publikum beim Konzert gut aufgenommen worden; ihr Repertoire bestand zu der Zeit zu einem Großteil aus Coverversionen US-amerikanischer Hits von Künstlern wie Chuck Berry, Willie Dixon, Buddy Holly, Jimmy Reed oder Bo Diddley. Was ihnen fehlte, waren eigene Stücke. Richards konnte in der besagten Nacht im Fort Harrison Hotel nicht schlafen; ihm kam jedoch eine Akkordfolge in den Sinn, die er gleich auf der Gitarre spielte und mit seinem tragbaren Kassettenrekorder aufnahm – die Anfangssequenz von (I Can’t Get No) Satisfaction. Am Morgen darauf spielte er die Aufnahme seinem Songwriter-Partner Mick Jagger vor und schlug ihm dazu die Zeile „I can’t get no satisfaction“ als Text vor. Jagger war begeistert und schrieb den Song zu Ende. Richards gab später zu, dass der Riff vom Hitsong Nowhere to Run von Martha & the Vandellas beeinflusst worden war. Er wollte ihn eigentlich von Bläsern gespielt hören, aber die anderen überzeugten ihn, dass er so klingen müsse, wie man ihn letztlich aufnahm.“
 

Auch in dem folgenden Video kann man Ähnlichkeiten nicht von der Hand weisen:

Jedenfalls haben die Rolling Stones sich mit „Satisfaction“  bei mir im Alter von 12 Jahren in mein Herz gespielt. Das war vor 55 Jahren. Seither komme ich von der Musik der Rolling Stones nicht mehr los. Dem Rolling Stones-Club Aachen/Stolberg habe ich es zu verdanken, dass mein Traum, diese Musik mit einer Band  vor Stonesfans präsentieren zu können, in Erfüllung geganen ist.
 
Liebe Grüße
 
Werner Gorressen (Stones-Club-Präsidiumsmitglied)
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8 Antworten zu Unser Stones-Club-Präsidiumsmitglied Werner Gorressen bedankt sich bei uns allen für die vielen lieben Geburtstagswünsche und stellt in Bezug auf den Song SATISFACTION eine nicht ganz unprovokante Frage!

  1. Otto Berger sagt:

    Hallo lieber Werner,

    auch ich gratuliere dir unbekannterweise zu deinem 67. nachträglich. Schön, dass du diese Diskussion zu Satisfaction angestoßen hast. Aber angeblich entstand dieses Stück aus einer seltsam unbefriedigenden Gemengelage zwischen Publikumsrandale bei einem Stoneskonzert irgendwo in Florida und diesem permanenten Druck von Heile-Welt-Reklame in Amerika. Die Stones waren ja zum ersten Mal da – und etwas entfremdet, wie Mick Jagger mal meinte. Und jedenfalls soll Keith Richards nachts wach geworden sein und im Halbschlaf diese fünf Töne auf ein Kassettendeck gespielt haben und wieder eingeschlafen sein, Jagger schrieb am nächsten Morgen den Text runter.

    Das kannst du bei Deutschlandkultur nachlesen > https://www.deutschlandfunkkultur.de/50-jahre-satisfaction-hymne-der-unzufriedenen.2177.de.html?dram:article_id=321358 !

    Es gibt aber noch einige andere Versionen.
    Du hast ja dazu geschrieben: „Der Song „Nowhere To Run“ der von der Gruppe „Martha & The Vandellas“ 1965 veröffentlicht wurde und von diesem Songschreiber-Team verfaßt wurde, soll ja bei Keith Richards laut Eintrag bei Wikipedia den Funken zu Satisfaction ausgelöst haben.“

    Das widerspricht den Aussagen der Glimmer Twins, die sich als die textlichen und musikalischen Schöpfer dieser, wie ich meine, Hymne bezeichnet haben. An keiner Stelle kann ich eine Aussage der Jungs über eine Inspiration durch „Martha & The Vandellas“ finden.

    In der Tat, ist der Beitrag gewagt.

    Gruß
    Otto Berger, 52 Jahre Stones-Fan

    • Werner Gorressen sagt:

      Hallo lieber Otto,
      du hast sicher recht, dass die in dem Wikipedia-Artikel geschilderte Geschichte nicht unbedingt wahr sein muß. Ich bin zufällig auf den Artikel gestoßen und wollte mal sehen, ob auf diese Darstellung Kommentare auf der Homepage erscheinen. Es freut mich sehr, dass du auf diesen Artikel reagiert hast. Vielleicht gibt es noch andere Stonesfans, die diese Behauptung, Keith hätte auf diese 5 Töne das Riff zu Satisfaction aufgebaut, und das zugegeben haben soll, widersprechen.
      Gruß
      Werner

  2. Lotte Fechter sagt:

    Hallo liebe Clubmitglieder,

    das ist ja eine höchst interessante Fragestellung, die unser Clubmitglied Gorressen da aufgeworfen hat.
    Obgleich ich zur Auffasung des Otto Berger neige, will ich mich aber auf keine der vielfältigen Versionen, die es dazu gibt, festlegen.
    Mich würde die Meinung der „Stonespäpste“ Manni Engelhardt und Ulrich Schröder zu dieser Fragestellung einmal interessieren?
    Ich wünsche allen lieben Clubmitgliedern ein schönes Wochenende. 🙂
    Stonige Grüße aus dem sonnigen Süden eure
    Lotte Fechter

  3. Manni Engelhardt sagt:

    Hallo liebe Lotte,

    mich als „Stones-Papst“ zu bezeichnen ist in zweierlei Hinsicht gewagt.
    1. Bin ich Atheist und somit ist der Papst für mich keine Bezugsgröße! 😉
    2. Bin ich in Sachen ROLLING STONES kein Allwissender! 🙂
    Dennoch möchte ich Deine Frage, so gut es mir möglich ist, beantworten.
    Vorab schicke ich, dass die Version die der Kulturredakteur und Stones-Kenner Jochen Siemens anläßlich des GOLDJUBILÄUMS von SATISFACTION im Magazin STERN veröffentlich hat, für mich eine der glaubwürdigsten ist.
    Es muss natürlich von jedem Fan der allergrößten, allerbesten und dienstältesten Rockband aller Zeiten bedacht werden, dass es um die Wahrheit herum immer ein Stück weit Legendenbildung gab, gibt und immer weiter geben wird!

    Den STERN-ARTIKEL des Jochen Siemens vom 10. Mai 2015 unter dem Titel

    „Der Rolling-Stones-Hit ´Satisfaction´ wird 50 – Fünf Noten, die die Welt erschüttern“

    kannst Du durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen.

    > https://www.stern.de/kultur/musik/satisfaction-wird-50-jahre-alt–wie-die-rolling-stones-geschichte-schrieben-6201788.html

    Hier ein Auszug aus diesem qualifizierten Artikel:

    „…Es war die Nacht, von der ein Mädchen sagte, dieser Irre mit den blonden Haaren habe sie geschlagen und vergewaltigt. Das Mädchen weinte und hatte blaue Flecken am Körper. Ein Mann, der Mike Dorsey hieß, stürmte in das Zimmer des blonden Irren und brach ihm zwei Rippen. Der Blonde musste ins Krankenhaus.

    Es war eine Nacht im Mai 1965 im Fort Harrison Hotel in Clearwater in Florida. Der irre Blonde war Brian Jones von den Rolling Stones, der damals jungen britischen Band, die zum ersten Mal in den USA auf Tournee war. Es war die Nacht, in der ein anderer der Rolling Stones vor dem Einschlafen auf seiner Gitarre herumspielte, ein paar Minuten davon mit seinem Philips-Kassettengerät aufnahm und dann einschlief. Auf dem Band, so sagte er später, sei lange sein Schnarchen zu hören gewesen. Aber eben auch das: „Da-daaa-da-da-daa-da-daaa…“, Gitarrenakkorde, später auch Riff genannt.

    Rolling-Stones-Gitarrist Brian Jones 1969. Fünf Jahre nach „(I Can’t Get No) Satisfaction“ drängen die Stones ihn wegen seiner Alkohol- und Drogenprobleme zum Ausstieg. Wenige Wochen später liegt er tot in seinem Swimmingpool.
    Mick, du musst dir einen Text einfallen lassen
    Nur mäßig irritiert von dem Krankenwagen vor der Tür, dem schreienden Mädchen und dem Chaos auf den Gängen, schlurfte der Mann, der Keith Richards hieß, mit dem Tonband am Morgen in das Zimmer seines Freundes Mick Jagger und spielte ihm den Akkord vor. „Mick, das ist ein Song glaube ich, du musst dir einen Text einfallen lassen, nenn es wie diese Zeile aus dem Chuck-Berry-Lied ‚Thirty Days‘. Was singt er da noch? ‚I can’t get no satisfaction‘ glaube ich.“

    Und Mick schrieb. Mit einem Stift auf Papier, schnell, wie er immer schrieb. Er ratterte in Zeilen herunter, was ihm durch den Kopf ging. Zum ersten mal in Amerika, all die Werbung und die Nachrichten im Radio, die kreischenden Mädchen, die blütenweißen Hemden von Männern, die andere Zigaretten rauchten als er und überhaupt – die ganzen nutzlosen Informationen – alles zu viel und unmöglich, zufrieden zu sein. Es war genauso rau und hingerotzt wie das Gitarrenspiel Richards, der noch sagte, sie könnten es ja mal im Studio aufnehmen und dann in Ruhe bearbeiten, sein Riff sollte dann von Bläsern gespielt werden, mit der Gitarre würde es ja wie diese Westcoast-Scheiße klingen…“

    Da ich kein Vertreter der ROLLING STONES, die sich bereits seit 58 Jahren lebendig im „Musik-Olymp“ befinden, hier auf Erden bin, kann ich auch nicht wie ein Papst bestimmen, welche Versionen über die Entstehung von Stones-Songs zu glauben sind.

    Aber die SIEMENS-VERSION zu SATISFACTION ist für mich die naheliegendste.

    Alles Liebe und Gute und mit stonigen Grüßen
    Manni Engelhardt -Stones-Club-Manager-

  4. Werner Gorressen sagt:

    Hallo Stonesfreaks,
    eigentlich geht es nur um diesen einen Satz:
    „Richards gab später zu, dass der Riff vom Hitsong Nowhere to Run von Martha & the Vandellas beeinflusst worden war.“ So steht es bei Wikipedia geschrieben.
    Alles andere ist sicher auch so geschehen, wie allgemein dargestellt wurde und ist auch nicht infrage gestellt worden.
    Frage ist nur, hat Keith irgendwann zugegeben, von dem Song „Nowhere To Run“ bei seinem Riff zu Satisfaction beeinflußt worden zu sein. Das kann eigentlich nur Keith jetzt noch glaubhaft richtigstellen.
    LG Werner Gorressen (Stones-Club-Präsidiumsmitglied)

  5. Lotte Fechter sagt:

    Lieber Manni,

    ein liebes Dankeschön sage ich für deinen klarstellenden Beitrag. Es ist richtig, wie du es schreibst, dass es zu allen Songs, Alben, Vernissagen, Touren und anderes der Stones die Wahrheit und eine Legendenbildung gibt.
    Ich halte die Interpretation aus Wikipedia, die unser Clubmitglied Gorressen in das Feld der diversen Betrachtungen führt, für einen Fake, der letztendlich nirgendwo nachweisbar zu lesen steht.
    Und noch eines, Manni Engelhardt und Ulrich Schröder sind für mich profunde Kenner rund um die Stones, die ich in Zweifelsfällen immer wieder kontaktieren werde. Deswegen mag man mir das Wort „Stonespäpste“ nachsehen.
    Den Beitrag im „Stern“ schenke auch ich mehr Glauben als allen anderen Bezugsquellen. Jedenfalls hat Gorressen´s Bezugnahme auf Wikipedia einmal wieder deutlich gemacht, dass auch Wikipedia sich der Legenden und somit Fakes bedient, die durch die Stones weder bestätigt noch verneint worden sind.
    Alles Liebe und mit stonigsten Grüßen
    Lotte Fechter

  6. Otto Berger sagt:

    Hallo lieber Werner,

    es geht für mich und für die vielen Stonesfans nach deiner Veröffentlichung nicht nur um den einen Satz, den du aus Wikipedia zitierst („Richards gab später zu, dass der Riff vom Hitsong Nowhere to Run von Martha & the Vandellas beeinflusst worden war.“).

    Es geht prinzipiell darum, war der Song eine Eingebung der Rolling Stones oder war er vom Song „Nowhere To Run“ abgekupfert?
    Folgt man nämlich in letzter Konsequenz Wikipedia, dann war der Song im Grundelement musikalisch abgekupfert!

    Bestätigt haben Keith Richards und Mick Jagger letztendlich das, was im Stern zu lesen stand und von Manni Engelhardt u. a. zitiert wurde:

    „…Es war die Nacht, in der ein anderer der Rolling Stones vor dem Einschlafen auf seiner Gitarre herumspielte, ein paar Minuten davon mit seinem Philips-Kassettengerät aufnahm und dann einschlief. Auf dem Band, so sagte er später, sei lange sein Schnarchen zu hören gewesen. Aber eben auch das: „Da-daaa-da-da-daa-da-daaa…“, Gitarrenakkorde, später auch Riff genannt…“

    Und das deckt sich mit dem von mir zitierten Artikel aus dem Deutschlandfunk: https://www.deutschlandfunkkultur.de/50-jahre-satisfaction-hymne-der-unzufriedenen.2177.de.html?dram:article_id=321358 !

    So, das war es für mich. Ich werde mich jetzt nicht mehr zum Thema einlassen, denn es gibt wichtigere Dinge aktuellster Natur über die größte B. & R. Band der Welt.

    Gruß
    Otto Berger, 52 Jahre Stones-Fan

  7. Fritz Frösch sagt:

    Liebe Stonesfriends,
    die Frage mag legitim sein. Für mich ist sie überflüssig, denn ob so oder so oder anders, I can’t get no satisfaction war und ist der größte Song aller Zeiten. Und er wird für eine Ewigkeit der größte Stonessong aller Zeiten für jeden Stonesfriend bleiben.
    That’s what I say ! 🙂
    Fritz Frösch

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