Unser Stones-Club-Mitglieder und Stones-Buch-Autor Elano Bodd über Linus Reichlins Roman KEITH RICHARDS PROBLEME IM JENSEITS: „Insgesamt kann ich nur sagen, dass dieser Roman ein großartiges Werk ist, das vielleicht aber nicht alle so tiefgründig sehen möchten!“

Liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

ab dem 22. August 2019 ist nun endlich der Roman des Linus Reichlin (https://de.wikipedia.org/wiki/Linus_Reichlin) mit dem Titel

„KEITH RICHARDS PROBLEME IM JENSEITS“

 

(Foto aus Wikipedia zeigt Linus Reichlin bei der Buchmesse 2013.)

käuflich zu erwerben.

Der Klick auf den nachstehenden Link führt Euch direkt zu unserem Artikel vom 28. Juni 2019 zu diesem Werk, das beim GALIANI-VERLAG in Berlin erschienen ist.

> http://www.stones-club-aachen.de/2019/06/28/heute-praesentieren-wir-den-roman-des-linus-reichlin-mit-dem-titel-keiths-probleme-im-jenseits-der-im-galiani-verlag-berlin-erscheinen-wird/ !

Unser Stones-Club-Mitglied, Stones-Buchautor und Stones-Lyriker Elano Bodd (http://www.stones-club-aachen.de/?s=elano+bodd) hat zu diesem Roman eine Renzension verfasst, die wir Euch nachstehend zur Kenntnis bringen.

                                  

(Foto der Bianca Kaussen zeigt Elano Bodd beim Stones-Club-Benefiz für die Lebenshilfe e. V. am 10.09.16 im Burghof zu Eschweiler.)            

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Rezension des Elano Bodd zum Roman

„Keith Probleme im Jenseits“:

Ich muss zugeben, dass ich erst skeptisch war als Manni Engelhardt mir von dem Roman mit der Hauptfigur Keith erzählte. Keith lebe da auf einer Insel weiter, nachdem er gestorben sei und schreibe mit einem Hobby-Gitarristen neue Stücke.

Doch das Buch hatte dann eine literarisch etwas verschleierte Tiefe, die mich überraschte. Erst einmal bekommt Keith dadurch, dass er in diesem Roman sogar zweimal von den Toten aufersteht einen Status als Heiliger. Auferstehung ist im Allgemeinen nur Religionsstiftern vorbehalten. Doch sowohl im Roman als auch im realen Leben ist Keith der letzte, der einen solchen Status haben möchte. Doch die Tatsache bleibt, er steht von den Toten auf, wie Jesus und einige andere. Ich denke, dass der Autor, dies nicht als Gag in seinen Roman eingebaut hat. Eigentlich ist es sogar das zentrale Moment des ganzen Romans. Also, muss es zu mindestens für den Autor eine zentrale Rolle spielen. Aber welche? Das weiß man als Interpret natürlich nie so genau, manchmal auch nicht als Buchautor. Aber versuchen wir einfach einmal eine Interpretation. Bei allen Religionsstiftern war es vor allem nach ihrem Tod wichtig, ihnen einen übermenschlichen Charakter zu geben. Letztlich ließ sich so die Religion von denen, die damit auch eine Interesse, erst wahrscheinlich ein ideelles, später meist ein Machtinteresse hatten, besser durchsetzen. Doch eigentlich ist die von dem Religionsstifter in die Welt gesetzte Weltinterpretation das entscheidende.

Nun kann man sich natürlich fragen, welche Interpretation von Welt hinter Keith steht? Wie ich in meinem Buch: „Die Rolling Stones- Mehr als nur Musik“ (http://www.stones-club-aachen.de/category/elano-bodd-praesentiert-sein-neues-stones-buch/) dargelegt habe, verkörpern für mich die Stones und hier vor allem Keith die Ideologie der 60iger. Und die Eckwerte dieser Ideologie sind Freiheit, Toleranz und Selbstverwirklichung, wie wir ja alle wissen. Diese Ideologie wird im Buch nicht direkt mit Keith verbunden. Genau genommen sagt Keith kein Wort darüber. Aber, er lebt danach. Immer noch steht im Mittelpunkt seines Denkens, wie er seine Ideen in Musik verwirklichen kann und nicht, wie man einen Pullover wäscht oder eine Waschmaschine bedient. In solchen konkreten Situationen wird deutlich, dass Keith nicht wie viele von uns in Bürgerlichkeit versackt ist, sondern immer noch in der Spur ist.

Aber eigentlich ist es die erzählende Figur im Roman, der Physiker, der auch Hobby-Musiker ist, der in seiner Beschreibung und in seinen Reaktionen auf die Situation zeigt, wie wahre Vertreter der 60iger ticken. Wenn es schwierige Situationen gibt und die gibt es im Roman genug, dann hört er Musikstücke in seinem Kopf und er versucht mit ihnen eine Antwort zu finden. Weiterhin spielt Sex als Möglichkeit der Befreiung für ihn eine Rolle, Drogen werden als ein Moment der Selbsterfahrung gesehen und Freundschaft und Solidarität spielen eine zentrale Rolle für ihn. Alles typische Elemente der 60iger-Ideologie und wunderbar verkörpert im Leben vom realen Keith. Und als Sinnbild dieser Weltsicht wird Keith wie andere Heilige auch überleben.

So sehe ich jedenfalls die Sache und das Buch. Insgesamt kann ich nur sagen, dass dieser Roman ein großartiges Werk ist, das vielleicht aber nicht alle so tiefgründig sehen möchten! Das ist okay. Denn für uns 60iger ist der heute weit verbreitete Wunsch, dass alle so denken mögen, wie man selbst, ein Unding. Ich denke, da würde der Keith im Roman und im realen Leben mir zustimmen, egal, was ich so denke.

Elano Bodd

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            Bildergebnis für fotos von keith richards Bildergebnis für fotos von keith richards

Eine Performance zum Buch haben wir als Stones-Club für unsere Veranstaltung am 06.11.2019 in der STEFFENSSCHÄNKE (http://www.stones-club-aachen.de/veranstaltungen/zum-vormerken-am-mittwoch-den-06-11-2019-18-00-uhr-findet-ein-musikalisch-umrahmtes-treffen-fuer-alle-interessierten-auch-fuer-club-nicht-mitglieder-in-der-steffensschaenke-in-aachen-statt/) in Aachen in der Vorbereitung. Lasst Euch überraschen!

Manni Engelhardt -Stones-Club-Manager-

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