Heute wäre Brian Jones 77 Jahre alt geworden! Bei unserem STONES-CLUB-SILBERJUBILÄUM am 06.07.19 wird er im Rahmen des Programmteils „50 JAHRE STONES IN THE PARK“ besonders gewürdigt werden!

Liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

am 28. Februar 1942 wurde der Mitbegründer der allerbesten, allergrößten und dienstältesten Rock-Band aller Zeiten und des gesamten Universums, kein anderer als Brian Jones (http://www.stones-club-aachen.de/?s=brian+jones), geboren. Diese Tatsache haben wir bereits in den Vorjahren seit dem Bestehen unserer STONES-CLUB-HOMEPAGE entsprechend mit Beiträgen auf unserer Homepage gewürdigt.

Aber auch bei unserem STONES-CLUB-SILBERJUBILÄUM (http://www.stones-club-aachen.de/category/stones-club-silber-jubilaeum-am-06-07-2019/) werden wir ihn im Rahmen des Programmteils „50 JAHRE STONES IN THE PARK“ („Brian Jones Gedächtniskonzert“) noch einmal besonders würdigen!

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(Foto aus der https://de.wikipedia.org/wiki/Brian_Jones_(Musiker)#/media/File:Brian-Jones-1965.jpg Foto-Slide-Show)

Wäre Brian Jones nicht am 03. Juli 1969 (Offizieller Todestag trotz aller Kritiken, da beißt die Maus keinen Faden ab!) gestorben, so hätte er heute auf seinen 77. Geburtstag zurückblicken können.

Wenn wir in den Vorjahren mitteilten, er sei die Nacht vom 02. Juli auf den 03. Juli 1969  gestorben, so halten wir an dieser, von allen relevanten Chronisten markierten Todesdatum fest. Und alle diejenigen, die nach wie nach wie vor am 02. Juli 1969 als Todestag festhalten wollen, können dies gerne tun. Wir werden allerdings diesbeügliche Kommentare nicht mehr auf unserer Homepage freigeben. Es gab ja bereits eine Fülle an Kommentaren dazu, die nicht alle als konstruktiv zu bezeichnen sind, die aber aufzeigen, dass Brian Jones bis heute zu seine eigene „eingefleischte“ Fangemeinde hat.

Und wie Ihr unschwer lesen könnt, haben wir auch dieses Mal dem ehemaligen ROLLING STONS-MITGLIED wieder einen Artikel in Memoriam gewidmet. Diesbezüglich nehmen wir Bezug auf unseren Beitrag vom 28. Februar 2013 und lassen noch einmal den Schriftsteller, Stoneskenner und Stonesbuchautor, Philip Norman, über Brian Jones zu Wort kommen, der in seinem Buch „MICK JAGGER – DIE BIOGRAPHIE“ (Droemer-Verlag – www.droemer.de )

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an verschiedenen Stellen dieses Buches, das für jeden Stones-Fan ein unbedingtes „MUSS“ darstellt, Brian Jones  u. a. wie folgt belschrieben hat:

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BUCHABTEIL ZWEI Zwanghafte Coolness / Kapitel 11: The baby´s dead, my lady said / Seite 353

„…Brian wartete auf den Prozess wegen des am 21. Mai in seiner Wohnung gefundenen Cannabis und wegen der Verletzung der Bewährungsauflagen nach der vorherigen Hausdurchsuchung im Dezember 1967. Um das Risiko weiterer Polizeirazzien während der Bewährungsfrist zu vermindern, schien es ratsam, Brian über den Sommer aus London wegzubringen. Außer seinem Elternhaus im noblen Cheltenham hatte er jedoch nicht viele Möglichkeiten, und so wurden er und seine Freundin Suki Poitier in Redlands, Keiths Cottage in Sussex, einquartiert. Tom Keylock, Fahrer und Bodyguard der Stones, sollte ihn dort im Auge behalten. Das war keineswegs eine Verbannung, denn die Stones trafen sich regelmäßig zum Proben in Redlands, obwohl Brian selten mehr zustande brachte, als benebelt herumzuklimpern. Ansonsten trank er mit Mandrax gewürzten Brandy, schikanierte die geduldige Suki und blätterte benommen in Musikzeitschriften. Ihn plagte die Angst, die anderen könnten ihn schon stillschweigend ersetzt haben, womöglich durch Micks Gitarrenlehrer Eric Clapton, dessen Band Cream sich gerade auflöste.

Mick war aber nicht nur erleichtert, dass Brian aus dem Weg war, sondern zeigte auch manchmal eine Anteilnahme, die selbst Marianne überraschte – den einzigen Menschen, dem er seine sensible, fürsorgliche Seite zeigte. Wie es bei Popstars der 1960er Jahre üblich war, befragte sie eines Tages das I Ging, das Buch der Wandlungen, und das Orakel verkündete, Brian würde einen ´Tod durch Wasser´ erleiden. Beunruhigt bestand Mick darauf, dass sie beide sofort nach Redlands fuhren. Da er aber nun einmal sehr wählerisch war, verschmähte er das Essen, das Brian und Suki gekocht hatten, und wollte stattdessen mit Marianne in ein Pub gehen. Brian reagierte tötlich gekränkt. Es kam zu einem Faustkampf zwischen den beiden, der damit endete, dass Brian in Keiths gut einen Meter tiefen Gartenteich sprang und Mick ihn herausholte, wobei er seine neue Samthose ruinierte. ´Tod durch Wasser´- nicht ganz…“

Kapitel 12: Mein Prinz wird kommen / Seiten 400, 401, 402 und 403

„…Am folgenden Tag veröffentlichte das Büro von Les Perrin eine Presseerklärung, laut der Brian die Stones wegen ´musikalischer Differenzen´ verlassen habe. Seinen Ausstieg beschrieb man als ´freundschaftlichen Schlussstrich´ (wie sich zeigen sollte, eine unglücklich gewählte Formulierung). Brain erklärte in einer eigene Stellungnahme, er habe diese Entscheidung getroffen, weil ´ich bei den Platten, die wir machten, mit den anderen nicht mehr am gleichen Strang zog´. Mick fügte nicht ohne Wärme hinzu: ´Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass er sich am besten von uns trennt, damit er seinen eigenen Vorstellungen folgen kann. Wir gehen ohne Streit auseinander. Wir werden weiterhin Freunde bleiben und uns bestimmt auch künftig öfter sehen.´

Der Sommer 1969 brachte London noch einmal den Sonnenschein, der offenbar das ganze Jahrzehnt in sein Licht gehüllt hatte. Und am 7. Juni sollte die sonnige Stimmung der Jugend in einem bislang noch nie dagewesenen Ereignis ihren Ausdruck finden: einem Rockkonzert in einem der ehrwürdigsten königlichen Parks mit freiem Eintritt.

Man wählte den Hyde Park, die gut 140 Hektar umfassende Grünfläche inmitten der Viertel Knightsbridge, Bayswater und Mayfair, wo man gewöhnlich nichts Lauteres hörte als das Platschen der Ruder auf dem Serpentine Lake oder die Stimmen der Redner in Speakers´ Corner. Die Genehmigung hatte die neugegründete Veranstaltungsfirma Blackhill Enterprises erwirkt, und die Hauptattraktion des Abends sollte Blind Faith sein, eine erst kürzlich gegründete Supergroup mit Eric Clapton und Ginger Baker von Cream, Steve Winwood von Traffic und Rich Grech von Family. Auf der weitläufigen Erhebung in der nordöstlichsten Ecke des Parks nahe dem Mable Arch errichtete man eine Bühne, und die Zuschauer saßen im Gras oder auf Faltstühlen nur wenige Meter vom vorbeirauschenden Verkehr entfernt. 100000 Menschen erschienen, die mit Abstand größte Menge, die sich in London jemals versammelt hatte. Obwohl man um einen guten Platz kämpfen musste und unter der außergewöhnlichen Hitze litt – damals trug man noch keine Wasserflasche bei sich -, wurde kein einziger Fall von Gewalttätigkeit oder Trunkenheit gemeldet.

Blind Faith hatte sich gerade erst zusammengefunden, und ihr Set – darunter auch eine Coverversion des Stones-Song ´Under My Thumb´ – entsprach leider nicht ganz dem Hype, der um sie gemacht worden war. Trotzdem war die Atmosphäre fröhlich und von einem Gemeinschaftsgeist geprägt wie auf keinem anderen Konzert seit Monterey. Im VIP-Bereich stieß Sam Cutler, der Organisator und Moderator, auf Mick, der ebenso hingerissen wie alle anderen mit Marianne und Nicholas über das Gelände schlenderte. Am Abend besuchte Cutler ein Konzert in der Royal Albert Hall, wo er Mick wiedertraf – diesmal ohne Marianne und Nicholas, dafür mit Marsha Hunt. Er wirkte äußerst aufgeräumt, denn ihm war gerade die zündende Idee gekommen, wie sie die Konzertkarriere der Stones wiederbeleben und ihren neuen Leadgitarristen vorstellen konnten. Sie würden gleichfalls ein Konzert mit freiem Eintritt im Hyde Park geben.

Wie immer, wenn Mick einen Entschluss gefasst hatte, ging es nun rasch voran. Man beauftragte Blackhill Enterprises, den Bühnenaufbau zu organisieren, und engagierte Sam Cutler erneut als Organisator. Cutler musste Jagger allerdings beibringen, dass ein Konzert mit freiem Eintritt auch in der von Altruismus geprägten Hippie-Äre nicht weniger kostet als ein kommerzielles. Mick hatte dafür eine elegante Lösung parat: Er verkaufte die Fernsehrechte an die Rundfunkgesellschaft Granada, die die Veranstaltung finanzieren würde und dafür die Exklusivrechte an den Stones erhielt, sowohl auf als auch hinter der Bühne.

Außerdem schaltete sich Rock Scully ein, der zufällig gerade auf der Durchreise in London war, ein Freund von Cutler und Manager der legendären Grateful Dead aus San Francisco. Scully erzählte begeistert von den eintrittsfreien Festivals in Kalifornien, deren Veranstalter Hells Angel einsetzten, um das technische Equipment zu schützen. Die Biker parkten ihre Motorräder an den Generatoren und errichteten auf diese Weise eine wirksame, zugleich aber – wie Scully betonte – gewaltfreie Barriere. Laut Cutler erwiderte Mick, er würde unter diesen Bedingungen auch gerne ein Konzert mit freiem Eintritt in Kalifornien geben.

So setzte man den 5. Juli als Termin für das erste Live-Konzert der Stones seit zwei Jahren fest. Ihr Comeback würden sie nur wenige Straßen westlich der Pubs und Clubs in Soho feiern, in denen Brian Jones der Band damals Leben eingehaucht hatte.

Daran dachte jedoch niemand, bis man zwei Tage vor dem Konzert eine schreckliche Entdeckung machte:

Brian Jones lag tot in seinem Swimmingpool.

Sein Tod wurde zum berühmtesten Kriminalfall der Popgeschichte.

Obwohl Brian ein hervorragender Schwimmer war, ertrank er im flachen Bereich des Beckens und in Rufweite zu seiner Freundin Anna Wohlin und einigen Hausgästen, die ihm ohne weiteres hätten zur Hilfe eilen können. Zuvor waren schon einige wichtige Repräsentanten der Popmusik völlig unerwartet gestorben; Jimi Hendrix, Janis Joplin und Jim Morrison sollten bald darauf folgen. Doch Brians besondere Mischung aus Brillanz und Neigung zur Selbstzerstörung – und die Tatsache, dass der dekadenteste Rockstar seiner Zeit in einem Pu dem Bären gewidmeten Garten starb – haben die Menschen auf beispiellose Weise zu Spekulationen und Verschwörungstheorien angeregt, die an den Fall Kennedy erinnern.

Unter Berücksichtigung des Drogen- und Alkoholgehalts im Blut und seiner für einen Siebenundzwanzigjährigen erschreckend schlechten körperlichen Verfassung erkannte man auf ´Tod durch Unfall´. Doch unter den investigativen Journalisten von Presse und Rundfunk hat sich bis heute der Verdacht gehalten, dass Brian ermordet wurde und dass das Lager der Stones mit Vertuschungsmaßnahmen dafür sorgte, dass der oder die Mörder nie zur Rechenschaft gezogen wurden. Gewöhnlich nannte man dafür als Motiv (ohne allerdings den kleinsten Beweis vorzulegen), dass die Trennung von Brian zwar scheinbar freundschaftlich verlief, er aber nach wie vor eine Gefahr darstellte oder ein dunkles Geheimnis der Band kannte, das er zu enthüllen drohte.

In den zahllosen Artikeln und Dokumentationen, die seit 1969 zu dem Fall veröffentlicht wurden, wurden die Stones niemals konkret beschuldigt, an einem Mord oder an einer Verschwörung beteiligt gewesen zu sein.

Aber man war ihnen Herzlosigkeit vor, weil sie Brian aus der von ihm gegründeten Band ausgestoßen hatten. Er sei im übertragenen Sinne vom Sockel gestürzt worden, ehe er auch real versank. Über Mick heißt es dabei gewöhnlich, er habe sich selbstsüchtig und gleichgültig gegenüber Brians besonderer Lage verhalten. Skrupellos habe er ihn aus der Führungsrolle gedrängt und sich anschließend keinen Deut um ihn geschert.

Doch dies hat mit der Wahrheit nicht das Geringste zu tun.

Was Brians Schicksal besiegelte, waren offenbar nicht Drogen oder Alkohol, sondern sein mitleiderregendes Bedürfnis nach Freunden, das nach seinem Abschied von den Rolling Stones noch stärker wurde…“

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Wir denken, dass diese Buchzitate dem Ex-Stones-Mitglied Brian Jones und dessen Qualitäten als Musiker, die ihm sicherlich niemand absprechen darf, absolut gerecht werden. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen ihm und der Band war aus der damaligen und auch aus der heutigen Sicht (positive Entwicklungsrichtung) ohne größeren Schaden für THE ROLLING STONES nicht mehr möglich!

Als Rolling Stones – Club – Aachen/Stolberg werden wir Brian ein ehrendes Gedenken bewahren. Nachstehend haben wir Euch einen Video-Link mit gepostet, in dem Brian unter dem Titel „Brian Jones – A Story of Our Time“ vom BBC Radio 1971 belichtet wird. Wir wünsche viel Spaß beim Hören und Betrachten.

Und hier noch eine Collage von unserem Stones-Club-Mitglied, dem Schriftsteller, Stones-Buch-Atour und Künstler Gerd Coordes (http://www.stones-club-aachen.de/?s=gerd+coordes) zum 77. Geburtstag des Brian.

Diese Bilder von Brian Jones Statue hat Gerd Coordes 2006 in in Cheltenham aufgenommen. Damit will er seinen Kommentar vom heutige Tage(01.03.19) zu Anke Restorffs Kommentar per Foto unterstreichen.

Manni Engelhardt -Stones-Club-Manager-

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7 Antworten zu Heute wäre Brian Jones 77 Jahre alt geworden! Bei unserem STONES-CLUB-SILBERJUBILÄUM am 06.07.19 wird er im Rahmen des Programmteils „50 JAHRE STONES IN THE PARK“ besonders gewürdigt werden!

  1. Gerd Coordes sagt:

    Schade, dass die wahren Todesumstände nie richtig geklärt wurden. So werden weiterhin die kühnsten Theorien Blüten treiben.

    Gerd

  2. Anke Restorff sagt:

    Hallo lieber Manni,

    für BRIAN…habe ich immer einen kleinen Reim !

    Mein Lieblings-Stone…war BRIAN,
    es konnte auch niemand anderer sein !

    Genau wie viele andere Leute,
    vermisse ich ihn bis heute !

    BRIAN…war ein musikalisches Naturtalent
    auf jedem Instrument !

    BRIAN gab der Band den Namen
    und war beliebt…bei all den Damen !

    Egal…wohin wir treiben…
    die Erinnerung an BRIAN wird stets bleiben !

    HAPPY BIRTHDAY BRIAN JONES !

    STONES FOREVER…FAN ANKE

  3. Gerd Coordes sagt:

    Danke für dein Gedicht zum 77. Geburtstag von Brian Jones, liebe Anke!
    Wie wichtig es ist, die Erinnerung an Brian Jones zu bewahren, ist mir heute erst wieder bewusst geworden, als ich einen Artikel über das letzte Konzert von Kurt Cobain vor 25 Jahren in München gelesen habe. Da er mit 27 Jahren aus dem Leben schied, gehört er auch zum „Club 27“ und in dem Pressebericht von DPA werden Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison und Amy Winehouse aufgezählt. Brian Jones wird gar nicht mehr erwähnt.
    Aus diesem Grunde finde es sehr begrüßenswert, dass sein Wirken für die Rolling Stones und der übrigen Pop-Welt auf der Jubiläumsveranstaltung entsprechend gewürdigt wird.
    IORR Gerd Coordes

  4. Walter Ehlermann sagt:

    Hi Manni,
    hoffe nicht, dass einige Stones-Fans die Verdienste um die Band, die Mick Jagger zweifellos als Frontmann hat, dem Brian Jones zuschreiben werden? Hätten Jagger und Richards nicht dafür gesorgt, dass Jones aus der Band ausschied, es wäre eine Katastrophe für die Stones geworden.
    Am 06.07. muss das auch auf das Tapet. Werde vor Ort sein und nötigenfalls das Wort ergreifen.
    Walter Ehlermann

    • Hanni Oebel sagt:

      Lieber Walter,

      du hast mir aus der Seele gesprochen. Ohne die Verdienste des Brian Jones in den Anfangsjahren schmälern zu wollen, darf aber, wie Du es richtig ausdrückst, kein falscher Kult entstehen, der die tatsächlichen Leistungen und Verdienste um die Stones, die Mick Jagger und Keith Richards haben, in Schräglage bringen. Die Little Boy Blue And The Blue Boys waren der eigentliche Grundstock für die Gründung der Rolling Stones. Als Stonesclubmitglied und somit aufmerksame Userin auf der Stonesclubwebsite verweise ich diesbezüglich auf den Aufsatz „Ein Ausflug in die Steinzeit der Rolling Stones“ (http://www.stones-club-aachen.de/2013/02/12/ein-ausflug-in-die-steinzeit-der-rolling-stones/) aus dem Jahr 2013.

      Es waren Keith Richards und Mick Jagger, die zu einem potenten Songwriting-Team wurden, das wenig Platz für die bluesigen Vorlieben des Brian Jones übrig hatte. Auch der Stonesmanager Andrew Loog Oldham schmeckte ihm nicht, weil dessen kompetente Anwesenheit auch eine musikalische Ausrichtung mit mehr Eigenkompositionen der Band forcierte. Brian Jones entwickelte sich zusehends zum Außenseiter, der sich auf Tour von der Band abkapselte. Dies hat Andrew Loog Oldham in seinem Buch STONED unzweideutig beschrieben (https://www.buecher.de/shop/musik/2stoned-ebook-epub/loog-oldham-andrew/products_products/detail/prod_id/37893952/). Brian Jones zeigte zu diesem Zeitpunkt täglich die heftigsten Stimmungsschwankungen. Er litt nicht nur aus meiner Sicht an einer Psychose mit der medizinischen Bezeichnung Schizophrenie. Er wirkte nämlich manchmal freundlich, großzügig und offen, um sich wenig später wie (Entschuldige den Ausdruck, aber der stammt von Mick Jagger!) eine „Arschgeige“ aufzuführen, der allen, aber auch absolut allen total auf die Nerven ging. Die Spannungen zwischen ihm, Mick Jagger und auch Keith Richards beschrieb der ausgestiegene Bassist Bill Wyman in Stone Alone (https://www.zvab.com/buch-suchen/titel/stone-alone-die/autor/bill-wyman/) wie folgt: „Er hat jede Freundschaft an ihre Grenzen gebracht – und darüber hinaus.“ Die Drogensucht war zwischenzeitlich bei Brian Jones ganz offensichtlich. Geistig und körperlich wurde er zu einem Warck. Und auch musikalisch wurde er völlig unzuverlässig.

      Bei Studioaufnahmen war er so gut wie unbrauchbar und Mick Jagger hatte das Ruder dort in die Hand genommen, wobei ihn die restliche Band stützte. Brian Jones nahm an den Studioaufnahmen so gut wie nicht mehr teil. Und wenn er erschien, was in der einschlägigen Stonesliteratur zu lesen steht, kam kaum etwas Verwertbares dabei heraus. Die letzten brauchbaren Beiträge leistete er im Frühjahr/Frühsommer 1968 bei der Produktion der Single Jumpin Jack Flash und beim Album Beggars`s Banquet. Am 21. Mai 1969 stand eine Fotosession der Band an. Dort setzt Mick Jagger ihm die sogenannte „Pistole“ auf die Brust und drohte ihm wörtlich: „Entweder erscheint du zum Termin, oder du fliegst raus!“

      Die übrigen Bandmitglieder entschieden sich dann gemeinsam mit Mick Jagger dazu, Brian Jones aus der Band zu werfen und einen neuen Gitarristen zu suchen. Damit folgten sie nachweisbar einem Vorschlag ihres Pianisten Ian „Stu“ Stewart. Die Stones entscheiden sich schließlich einhellig dafür, einen neuen Gitarristen anzuheuern.

      Am 8. Juni 1969 besuchten Mick Jagger, Keith Richards und Drummer Charlie Watts Brian Jones in seinem Haus. Sie teilten ihm ungeschminkt mit, dass sie ohne ihn weitermachen wollten. Von diesem Zeitpunkt an gehörte Brian Jones nicht mehr zur Band (The Rolling Stones), die er unbestritten – auch von mir – mitgegründet und die ihn berühmt gemacht hatte.

      In der Nacht vom 2. auf 3. Juli 1969, ertrank er unter Drogeneinfluss in seinem eigenen Pool vor seinem Haus.

      Das bereits schon vor längerer Zeit geplante Hyde Park – Konzert wurde deshalb auf Vorschlag von Mick Jagger in ein Brian Jones-Gedächtniskonzert umfunktioniert.

      Das schreibe ich hier deshalb, um mit einem Mythos aufzuräumen, der eigentlich keiner ist. Wie schrieb es Manni Engelhardt bereits im Geburtstagsartikel: „Wir denken, dass diese Buchzitate dem Ex-Stones-Mitglied Brian Jones und dessen Qualitäten als Musiker, die ihm sicherlich niemand absprechen darf, absolut gerecht werden. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen ihm und der Band war aus der damaligen und auch aus der heutigen Sicht (positive Entwicklungsrichtung) ohne größeren Schaden für THE ROLLING STONES nicht mehr möglich!“

      Damit ist wohl alles gesagt und eine Verklärung, die durch nichts zu rechtfertigen wäre, in ihren Schranken verwiesen.

      Hanni Oebel

  5. Anke Restorff sagt:

    Hallo lieber Gerd,

    …an BRIAN JONES…werde ich mich stets erinnern, ER war ja …der Sonny
    Boy der Band ! (Smile)
    Auch wenn sein Tod…nie so ganz aufgeklärt wurde, und er die Band verlassen
    sollte…war er ja Gründer der Band !

    Er lebte sein Leben…sehr intensiv bis zum Tod mit 27 Jahren
    …ähnlich wie Janis Joplin !

    Online …gab es eine rege Anteilnahme…und ja, vergessen wird
    Brian Jones… niemals sein Gerd !

    STONES FOREVER…FAN ANKE

  6. Conny Werker sagt:

    Hallo Manni, hallo Club,
    der Beitrag der Hanni ist sehr fundiert und imponiert mir. Die Diskussion, die unser Clubgeburtstagsartikel für Brian ausgelöst hat, zeugt von der Lebendigkeit unseres Clublebens und von einem hohen Interesse an der Historie der größten Band auf Erden. Es war eine gute Idee von dir, lieber Manni, im Rahmen des Programmpunktes 50 Jahre Stones in the Park auch Brian Jones beim Silberjubiläum würdigen zu wollen. Er gehört bei aller berechtigten oder unberechtigten Kritik zu den Stones wie der Honig zum Bienenstock.
    Keep on rocking
    Clubmitglied Conny Werker

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