HAPPY BIRTHDAY, lieber Andrew Loog Oldham, zu Deinem 75. Geburtstag!

Liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

am heutigen 29. Januar 2019 ist Andrew Loog Oldham (http://www.stones-club-aachen.de/?s=andrew+loog+oldham) 75 Jahre alt geworden. Er war von 1963 bis 1967 Manager der allergrößten, allerbesten und dienstältesten Rockband aller Zeiten und des Universums.

   

(Linkes Foto aus https://www.discogs.com/artist/252539-Andrew-Loog-Oldham zeigt den jungen und rechtes Fotos der Betina La Plante aus Los Angeles Times zeigt den alten Oldham im Jsahr 2014.)

In der Zeit, wo er THE ROLLING TONES managte, prägte er ihr Image als „BAD BOYS“. Seine Arbeit mit den Medien war hervorragend und brachte den Stones internationalen Ruf, der in einer fanszinierenden WELTBRÜHMTHEIT der Band einmündete.

Andrew Loog Oldhams Beziehungen, Tricks und Connections waren mit einer der großen Schlüssel zum Erfolg der Stones.

Zu Ehren des Andrew Loog Oldham haben wir das nachstehenden Interview des Christoph Dallach aus der Zeitung DIE ZEIT vom 05. Juni 2014 mit ihm geführt hat, auf unsere Homepage gepostet,

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Andrew Loog Oldham: Meine Jahre mit den Stones

Die Rolling Stones touren gerade durch Deutschland – ihr alter Manager Andrew Loog Oldham erinnert sich an die Anfänge.
 
 

DIE ZEIT: Mr. Loog Oldham, Sie waren von 1963 bis 1967 Manager der Rolling Stones. Hätten Sie damals gedacht, dass die Band in diesem Jahrtausend noch auftreten würde?

Andrew Loog Oldham: Wir haben uns nie über die Zukunft den Kopf zerbrochen. Die Rolling Stones erlebte ich 1994 in Buenos Aires, als sie fünf Tage lang in einer Fußball-Arena auftraten. Sie übernahmen quasi die Stadt. Der Präsident von Argentinien schickte ihnen Kästen mit Champagner und Zigarren. Es war wunderbar korrupt. Aber das wirklich Tolle war, dass die Stones für fünf Tage die finsteren Realitäten im Alltag vieler Menschen dort verscheuchten; keiner in Buenos Aires dachte mehr an die Wirtschaftskrise, weil die Rolling Stones da waren. Ich habe gerade an der Berlin School Of Creative Leadership einen Vortrag gehalten, der I Do Dreams – Not Money heißt, und genau darum geht es: Träume haben immer Konjunktur.

ZEIT: Ein Albtraum für viele Fans sind die exorbitanten Ticketpreise. Können Sie den Ärger darüber nachvollziehen?

Loog Oldham: Selbstverständlich. Als die Rolling Stones 2005 in Seattle auftraten, kamen viele übergewichtige, weiße Amerikaner, die Weißwein tranken und mehr mit ihren Handys beschäftigt waren als mit der Show, für die sie im Schnitt 450 Dollar berappt hatten. Für 1.700 Dollar durfte man die Rolling Stones sogar treffen: „meet and greet“ nennt man das. Da warteten diese Deppen dann in langen Schlangen, um einige Sekunden neben einem Rolling Stone stehen zu dürfen. Die vorab ausgegebenen Regeln waren strikt: Sprecht die Band nicht an! Berührt sie nicht!

ZEIT: Ist es heutzutage schwieriger oder einfacher, berühmt zu werden?

Loog Oldham: Heute werden Bands über Nacht mit einem YouTube-Clip berühmt. Bevor eine Band groß rauskommt, sollte sie aber viel gearbeitet haben, denn die Erfahrungen, die man in den ersten, harten Jahren macht, helfen einem später beim Überleben. In einem Stadion aufzutreten, muss man lernen. Dazu braucht es Selbstvertrauen. Die Beatles hatten keine Freude daran und gaben 1966 die Konzerte ganz auf. Den Stones machten Auftritte dagegen Spaß. Keith Richards nannte ihre ersten Konzertreisen noch die „bottom of the bill-Tourneen“, weil ihr Name unten auf den Plakaten stand. Das stachelte ihren Ehrgeiz an, sich an die Spitze zu spielen.

ZEIT: Sie sind mit den Stones groß geworden. Woher kam Ihre Selbstsicherheit?

Loog Oldham: Ich hatte nichts zu verlieren. Ich kam aus dem Nichts. Als unsere Reise losging, war ich 21. Ich nehme meine Jahre mit den Stones als Fügung des Schicksals. Die Band war makellos, viel perfekter als die Beatles. Sie waren untereinander auf Augenhöhe – wie Soldaten, die eine Mission haben. Sie machten nie Kompromisse.

ZEIT: Wie wichtig ist Geld für die Rolling Stones?

Loog Oldham:Ihre Karriere ist eine Lebensentscheidung. Da hört man nicht auf, weil man das Geld nicht mehr nötig hat.

ZEIT: Gab es in Ihrer Jugend populäre Musiker reiferen Alters, oder ist der alte Popstar ein neues Phänomen?

Loog Oldham: Als ich elf war, beschloss unser Nachbar, mich musikalisch zu erziehen. Drei bis vier Nachmittage pro Woche ging ich zu ihm nach Hause und bekam Musik von Thelonious Monk, Gerry Mulligan, Louis Armstrong und anderen vorgespielt. Die waren damals auch alt für mich. Aber letztlich ging es nie um alt oder jung, sondern allein um gut oder schlecht. Ich fand auch Frank Sinatra toll, und der war da bereits alt. Auch Keith Richards liebte übrigens Sinatra.

ZEIT: Kaum vorstellbar …

Loog Oldham: … doch! Keith und ich waren 1965 sogar bei Sinatra im Studio, und es war für uns beide, möchte ich behaupten, einer der aufregendsten Nachmittage unseres Lebens. Ein Warner-Boss fragte, ob wir Lust hätten, Sinatra bei der Arbeit zu beobachten. Mick war nicht interessiert, aber Keith war völlig aus dem Häuschen. Das war in Los Angeles, die Stones waren im Studio, Sinatra auch, zehn Minuten entfernt. Wir warteten versteckt im dunklen Raum mit dem Mischpult. Sinatra kam allein ins Studio und sah perfekt aus: schwarzer Anzug, dünne schwarze Krawatte. Er sang drei Songs, jeweils zwei Mal. Er fragte nie, ob das gut war. Er wusste, dass er perfekt ist. Dann kam er in den Kontrollraum, und der Techniker stellte uns vor. Sinatra bat uns, irgendeinen britischen Jazz-Produzenten von ihm zu grüßen. Er ging davon aus, dass sich alle Engländer irgendwie kennen.

ZEIT: Sinatra kannte die Stones nicht?

Loog Oldham: Er hatte keinen Schimmer, wer wir waren. Er wünschte uns einen guten Tag und ging. Mit etwas Abstand liefen wir ihm nach und beobachteten, wie er auf dem Parkplatz allein in seinen offenen Lincoln Continental stieg, sich in den Verkehr einfädelte und verschwand. Für Keith und mich war Sinatras Performance eine prägende Lektion in Coolness, Selbstsicherheit und Perfektion. Mick war ein Idiot, sich das entgehen zu lassen.

ZEIT: Wie ist Ihr Verhältnis zu Mick Jagger?

Loog Oldham: Das gibt es nicht. Mit Keith bin ich noch immer befreundet.

ZEIT: Lädt Keith Sie mal ein?

Loog Oldham: Nein, der kennt mich gut genug, sich das zu sparen. Wissen Sie, man ist auf einer gemeinsamen Reise, aber wenn du aus diesem Zug ausgestiegen bist, hat dein Ticket seine Gültigkeit verloren. Mein Ticket ist abgelaufen, als sich unsere Wege trennten. Die Rolling Stones interessieren sich immer nur für diejenigen, die ihnen im Augenblick nützlich sind. Sie schauen nicht zurück.

Alle diejeniges, die das komplette Interview inklusive Bilder online auf der Homepage der ZEIT lesen möchten, klicken bitte den nachstehenden Link an.

> https://www.zeit.de/2014/24/rolling-stones-manager-andrew-loog-oldham/seite-2 !

Andrew Loog Oldham war selbst auch Musiker. Wir haben diesbezüglich das  Youtube-Vollvideo mit dem Titel

THE ROLLING STONES & THEIR ANDREW LOOG OLDHAM ORCHESTRA 1963 -1970 FULL ALBUM

, das nur die wenigsten Stones-Fans kennen auf unsere Homepage gepostet.

Und hier das LP-COVER:

                         

Und hier noch ein ganz besonderes Youtube-Video:

Der Rolling Stones-Club-Aachen/Stolberg wünscht Dir, lieber Andrew Loog, weiterhin Gesundheit, Glück und Schaffenskraft. Deine Zeit mit THE ROLLING STONES, die deren Aufbauphase gewesen ist, war von Deiner „Handschrift“ stark mitgeprägt und sie hält bis zum heutigen Tage nach und wird die STONES auch in deren Zukunft begleiten!

HAPPY BIRTHDAY, lieber Andrew Loog Oldham!

Für Stones-Club und Stones-Club-Präsidium

Manni Engelhardt -Stones-Club-Manager-

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1 Antwort zu HAPPY BIRTHDAY, lieber Andrew Loog Oldham, zu Deinem 75. Geburtstag!

  1. Peter Josef Jäger sagt:

    Hi Manni,
    ein schöner Geburtstagsartikel, der mir als Stonesfan bestens gefällt. Es war schon eine sagenhafte Ära, in der die Stones von Andrew Loog Oldham gemanagt wurden. Mit dem Medienspruch “ Würden Sie Ihre Tochter einen Rolling Stone heiraten lassen?“, hat er die Stones imagemässig, so wie du es beschrieben hast, weltweit in den Medien gepusht.
    Ein Nebenprojekt, das dem Manager, Impresario und Produzent von The Rolling Stones, der nach eigenen Angaben nie ein Instrument gespielt hat, war die LP „THE ROLLING STONES & THEIR ANDREW LOOG OLDHAM ORCHESTRA 1963 – 1970 FULL ALBUM“. Meines Wissens nach produzierte er die Schallplatten von The Orchestra mit dem ausgebildeten Musiker David Whitaker.
    Oldham ist ein vielseitiger Mann, der eine der wichtigsten Weichen für die Stones zu deren weltweitem Bekanntwerden unzweifelhaft gestellt hat.
    Schön, dass unser Club ihm zu seinem 75. gratuliert hat. Diesen guten Wünschen schließe ich mich vorbehaltlos an.
    Peter Josef Jäger

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