Stones-Club-Präsidiumsmitglied Werner Gorressen fragt danach, was THE ROLLING STONES ausmacht?

Liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

unser Stones-Club-Präsidiumsmitglied, der liebe Werner Gorressen (http://www.stones-club-aachen.de/?s=werner+gorressen),

http://www.stones-club-aachen.de/wp-content/uploads/2016/03/IMG_9273vv.jpg

(Foto des Stones-Club-Fotografen Ralph Quarten zeigt Werner Gorressen.)

der auch gleichzeitig Bandleader unserer stones-club-eigenen Tribute-Band „THE DIRTY WORK“ (http://www.stones-club-aachen.de/category/stones-club-eigene-tribut-band-dirty-work/) ist, hat sich wieder an einen Artikel rangewagt.

Man könnte diesen Artikel so titulieren: „Was machte und macht THE ROLLING STONES aus?“

Werner lässt darin Bill Wyman zu Wort kommen,

               http://ultimateclassicrock.com/files/2016/03/Bill-Wyman.jpg?w=630&h=420&zc=1&s=0&a=t&q=89(Foto des Ben Pruchnie aus http://ultimateclassicrock.com/bill-wyman-cancer/ zeigt Bill Wyman)

der THE ROLLING STONES kurz vor deren VOODOO LOUNGE-WORLD-TOUR verlassen hat.

                                                  https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/8/83/Vltour.jpg/170px-Vltour.jpg

Man könnte in dessen Ausführungen so etwas wie einen „kleinen Racheakt“ sehen.

Manni Engelhardt -Stones-Club-Manager-

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Werner Gorressen meint:

Hallo Manni,

ich möchte in meinem Artikel hier mal auszugsweise ein Interview mit
Bill Wyman aus dem Jahr 1978 beleuchten, das in dem Taschenbuch „The
Rolling Stones IN EIGENEN WORTEN“ von David Dalton und Mick Farren
erschienen ist.

                                   https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/516u4WFAhyL._SX326_BO1,204,203,200_.jpg

Auf die Frage, wie der charakteristische STONES-Sound
zustande kommt, und warum keine andere Band genauso klingt, stellt Bill
Wyman folgende Theorie auf:

„Eine Rockband richtet sich immer nach dem Schlagzeuger, bei uns richtet
sich die Band nicht nach dem Schlagzeuger, sondern der Schlagzeuger nach
dem Rhythmusgitarristen, also nach Keith Richards. Auf der Bühne muß man
sich einfach nach Keith richten. Es geht gar nicht, sich nicht nach ihm
zu richten.

Es gibt keine strenge Folge von zwölf Takten, gefolgt von einem Break
und dem nächsten Teil, dann weiteren vier Takten und dem Einsatz von
Mick – so läuft es nicht. Der Melodieverlauf steht mehr oder weniger
fest, aber irgend etwas ändert sich jedesmal; wir handhaben das eher
locker. Dadurch, daß sich Charly nach Keith richtet,hat man diese
minimale Verschiebung. Wenn man es überhaupt hört, dann scheint es
einfach irgendwie zu pulsieren. Man weiß ja daß es stimmt, weil wir alle
Pausen machen und neu ansetzen und trotzdem alles im Takt bleibt-aber
irgendwie stimmt es auch wieder nicht. Das macht unseren Sound aus,
abgesehen von unserem Stil. Auf die Frage, warum trotzdem alles so gut
funktioniert meint Bill Wyman: Keine Ahnung, aber jedenfalls scheint
unsere Band schon immer ziemlich gut funktioniert zu haben, obwohl wir
uns nicht an die Regeln halten. Technisch oder künstlerisch gesehen sind
wir alle keine überragenden Musiker. Wir haben einfach die richtige
Mischung in der Band…“

Das ganze Interview mit Bill Wyman hier zu schreiben, möchte ich mir
ersparen. Aber lesenswert ist es schon, ob man nun gleicher Meinung wie
Bill ist oder auch nicht. Das Taschenbuch, das im PALMYRA Verlag
erschienen ist, ist in jeder Hinsicht lesenswert und gibt sehr viel über
Meinungen und Lebensweisen der damaligen Rolling Stones preis.

Mir persönlich haben die Konzerte in den frühen Jahren der Stones mit
ihrem rauhen, ungeschliffenen Sound und lockeren Vortragsweisen
eigentlich besser gefallen als manche perfekte „Show“ der späteren
Jahre. Aber egal, wie auch immer, die Rolling Stones sind für mich die
Band, auf die ich nie etwas Schlechtes kommen lassen würde. Bei ihren
wahren Fans bleiben die Rolling Stones die beste Band der Welt, egal,
wie sie gerade „drauf“ sind.

Liebe Grüße

Werner Gorressen

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Ein Kommentar zu Stones-Club-Präsidiumsmitglied Werner Gorressen fragt danach, was THE ROLLING STONES ausmacht?

  1. Tobias ("Tobs") Lehmkühler sagt:

    Schön geschrieben. Genauso sehe ich das auch.
    Keith legt mit seinen Riffs zumeist den Grundbeat, sozusagen das Fundament für den jeweiligen Song. Charlie und der Rest folgen in genau der Reihenfolge.

    Das ist allerdings nur ein Teil des Geheimnisses.
    Unter anderem lässt Charlie z. B. bei einem normalen 4/4-Tackt jeden 2. und 4. vollen Schlag auf der Hi Hat weg, damit die Snardrum im Vordergrund steht.

    Insgesamt muss man einfach sagen, die Stones sind allerspätestens seit dem Beitritt des Ron Wood eine eingespielte Einheit.
    Egal was passiert, ob Mick einen Tackt versemmelt (o. ä.), die Band passt sich an.
    Daran erkennt man gute Musiker.
    Man muss, um gut zusammen spielen zu können, lernen auf einander zu hören.

    Also lieber Werner, absolut richtig was du geschrieben hast.
    Ich freue mich auf den 15.07.17.

    bis dahin verbleibe ich
    mit stonigsten Grüßen an Alle
    Tobias („Tobs“) Lehmkühler

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