Die Medien präsentieren „Blue & Lonesome“! Keith sagt: „Den Stones-Tross würde nur der Tod von einem von uns aufhalten!“

Liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

das NEUE ALBUM (http://www.stones-club-aachen.de/?s=neues+album) der allergrößten, allerbesten und dienstältesten Rockband aller Zeiten und des Universums, das am 02. Dezember 2016 auf den Markt kommen wird, ist zur Zeit in den Kritik-Kolumnen sehr vieler Print-Medien geraten.

https://www.byte.fm/blog/wp-content/uploads/2016/10/BlueAndLonesome.jpg

Da wird über BLUE & LONESOME der ROLLING STONES sehr viel Irriges, Blödsinniges aber auch Verklärendes geschrieben.

Als Rolling Stones-Club stehen wir haushoch über derartige Zeitungs- und Klatschspaltengeschichten.

Beeindruckt hat uns allerdings der heutige Artikel zum Thema in den Aachener Zeitungen (AN & AZ).

Diesen Artikel. Den Michael Loesl verfasst hat, wollen wir Euch ob seiner Objektivität nicht vorenthalten und haben ihn nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

Manni Engelhardt –Club-Manager-

http://news-dg.de/wp-content/uploads/2016/10/Rolling-Stones-2016.jpg

(Foto aus: http://news-dg.de/the-rolling-stones-blue-lonesome-neues-album/)

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AACHENER ZEITUNG & AACHENER NACHRICHTEN VOM 25.11.16

„Blues-Songs – direkt und ungeschliffen

Für Jagger/Richards und die Rolling Stones schließt sich ein Kreis. Ihr neues Album ´Blue & Lonesome´ erscheint nächste Woche.

VON MICHAEL LOESL

Mit ihrem neuen Album ´Blue & Lonesome´, das am kommenden Freitag erscheint, schließt sich für die Rolling Stones ein Kreis. Vor allem für Keith Richards und Mick Jagger, die als Glimmer Twins zusammen mit Don Was wie gehabt für die Produktion verantwortlich zeichnen. Bei den zwölf Songs der Platte handelt es sich nämlich vor allem um Cover-Versionen alter Chicago-Blues-Nummern. Denen verdanken Richards und Jagger ihre Bekanntschaft, die genaugenommen ihre zweite Begegnung war.

Richards hatte Jagger zum ersten Mal flüchtig Ende der 50er Jahre getroffen. Zur ersten richtigen Begegnung der beiden kam es schließlich 1961. Richards stand am Gleis des Bahnhofs von Dartford, als er Jagger wiedersah. Der hielt zwei Schallplatten unter dem Arm, mit denen die Zukunft der beiden besiegelt war, wie Richards sich erinnert. ´Seinerzeit zog es einen förmlich zu den Typen, die der angesagten Platten habhaft werden konnten. Mick und ich stiegen zusammen in einen Zug, saßen uns gegenüber, und ich studierte die Matrix-Nummer der beiden Platten, die er dabei hatte. Ich erinnere mich genau. Es waren ´Rockin´ At The Hops´ von Chuck Barry auf dem Chess Records-Label und ´The Best Of Muddy Waters´.´

Erste Nummer eine Single

Aber es waren nicht nur Jaggers Vinyl-Besitztümer, die Richards Interesse an seinem zukünftigen Bandkollegen weckten. Während er selbst die örtliche Bibliothek von Dartford nach Büchern über das gelobte Musikland Amerika durchforstete, war Jagger dem Bluesgeschehen schon näher gekommen. ´Mick hatte Buddy Holly in Woodwich live erlebt und schrieb Briefe nach Chicago zu Chess Records. Der Blues war unser beider Magnet. Als wir uns wiedertrafen, spielte ich Gitarre, er sang dazu, und der Rest ist, nun ja, hinlänglich bekannt´, führte Richards weiter aus. Drei Jahre später, 1964, verzeichnen die Rolling Stones mit ihrer Version des von Willie Dixon geschriebenen Blues Standards ´Little Red Rooster´ ihre erste Nummer-eins-Single in ihrer englischen Heimat. Bis heute sollte der einzige Blues-Song bleiben, der je die Verkaufsliste auf der Insel anführte. Das neue Album ´Blue & Lonesome´ knüpft genau an diesem Punkt der Stones-Geschichte an. Damals coverten die Musiker Songs, die Howlin` Wolf popularisiert hatte, aus Verehrung und Liebe zum Blues. Heute, mehr als fünf Dekaden später, sind Richards, Jagger, Drummer Charlie Watts und Gitarrist Ronnie Wood inzwischen allesamt Anfang bis Mitte 70 und huldigen wieder dem Blues. In seiner spontanen Form. Im vergangenen Dezember wurde die Platte in nur drei Tagen eingespielt. Wie in den alten Tagen saßen die Stones, unterstützt von Bassist Darryl Jones sowie den Pianisten Chuck Leavell und Matt Clifford, gemeinsam im Aufnahmeraum und spielten ihre Blues-Lese im Schnellverfahren ein. Entsprechend klingt ´Blue & Lonesome´ auch. Direkt und ungeschliffen führt Buddy Johnsons ´Just A Fool´ in die Platte, die nicht zuletzt auch von Jaggers Mundharmonika-Spiel lebt. Richards hat seinen ersten großen Riff-Moment in Howlin` Wolfs ´Commit A Crime´, während Watts typisch minimalisch-punktgenau trommelt. Im apokalyptisch-traurigen Titelsong des Albums, 1949 erstmals von Memphis Slim aufgenommen, lässt Ronnie Wood die Gitarrensaiten markerschütternd schmerzerfüllt schwingen. Jagger fleht dazu ´Baby, please come back to me´ und klingt dabei so wenig manieriert wie selten zuvor. Im schwingenden ´All Of Your Love´ bekommt Chuck Leavell ausreichend Platz für ein forderndes Piano-Solo, das von Jaggers Mundharmonika aufgegriffen wird. Allein die karge, erdige Instrumentierung der Platte markiert deutlich, worum es in den Songs geht. ´Blue & Lonesome´ ist frei von jeglicher Mittelbarkeit, es geht ans Eingemachte, um Liebe, Tod und Sehnsucht nach dem Wahrhaftigen. Da passt es gut, dass sich die Stones am Ende von ´I Can´ t Quit You Baby´ applaudierend bei Eric Clapton bedanken. Der arbeitete im Studio nebenan an eigenen Songs, sagte seinen Kollegen Hallo und schnappte sich spontan eine von Richards´ semiakustischen Gibsons. Seine Soli veredeln eben jene Willie-Dixon-Nummer und Miles Graysons ´Everybody Knows About My Good Thing´. Die geschlagenen elf Jahre, die zwischen dem neuen Album und ihrem vorigen ´A Bigger Bang´ lagen, unterstreichen nicht, dass die Stones inzwischen phlegmatisch geworden wären. ´Blue & Lonesome´ legt als Zwischenspiel lediglich ein zwar spleenig-nostalgisches, aber umso eindringlicheres Zeugnis ihrer musikalischen Wurzeln ab.

Die Bühne als Platz zum Sterben?

Und es soll weitergehen. ´Den Stones-Tross würde nur der Tod von einem von uns aufhalten´, murmelt Richards und erklärt, dass er die Frage nicht mehr hören kann, wie lange er noch auftreten will. ´Selbstverständlich macht man das, was man liebt, solange man kann.´ Der Blues- und Funk-Fatalist Johnny ´Guitar´ Watson kommt in den Sinn, der vor 20 Jahren in Japan auf der Bühne an einem Herzinfarkt starb. Er hatte eine ähnliche Haltung zum Leben und zur Musik wie Richards. Auf Watson angesprochen, lächelt Richards mokant und sagt: ´Ich bin mir nicht so sicher, ob ich mir die Bühne als Schauplatz für meinen Tod wünschen würde. Wir alle müssen ins Gras beißen. Aber bitte nicht mit Schuhen an den Füßen!´“

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1 Antwort zu Die Medien präsentieren „Blue & Lonesome“! Keith sagt: „Den Stones-Tross würde nur der Tod von einem von uns aufhalten!“

  1. Anke Restorff sagt:

    Hallo lieber Manni,

    …nun ja, im Artikel kommt offen zum Ausdruck, dass ihre „Dienstfahrt“…eben
    noch nicht zu Ende ist ! Und das ist auch gut so.

    Sie schauen weiter nach vorn…bleiben ehrgeizig…denn „einer der
    vielen Faktoren, die den dauerhaften Erfolg der Rolling Stones
    ermöglichten, war und ist ihr untrüglicher
    Sinn für das richtige Timing. Und fast immer in ihrer langen Karriere spürten
    sie, wenn es an der Zeit war, bewährte Pfade zu verlassen und Neues zu
    probieren.“
    Und wer sehnt da schon den Tod herbei ? Sicher auch nicht Keith Richards!
    Zumal alle Fans…ihn und seine Bandmitglieder…noch recht lange spielen &
    sehen möchten.
    Sie haben sich ein „solides Fundament geschaffen, dass ihre Karriere bis
    heute trägt.“

    Stones forever…Fan Anke

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