Ab Januar 1966 begann ein turbulenter Abschnitt für THE ROLLING STONES! Ab Januar 2016 wird es wieder viele Goldjubiläen für die Band zu feiern geben!

Liebe Stonerinen und Stoner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

in diesem Monat Januar 2016 ist es exakt 50 Jahre her, dass die allergrößte, allerbeste und dienstälteste Rockband aller Zeiten und des Universums ihre Serie von visionären Hitsingles für das Jahr 1966 fortsetzten. Brian Jones (http://www.stones-club-aachen.de/?s=brian+jones) wurde zum „König der Clubs“ und drehte im Rausch oftmals ab. Keith Richards (http://www.stones-club-aachen.de/?s=keith+richards) kaufte sich seinen blauen Bentley (http://www.stones-club-aachen.de/2015/09/14/ex-bentley-des-keith-richards-ging-jetzt-fuer-1-000-000-euro-per-versteigerungshammer-weg/), Mick Jagger (http://www.stones-club-aachen.de/?s=mick+jagger) nahm kein LSD und die Freundinnen der Stones (http://www.stones-club-aachen.de/?s=anita+pallenberg und http://www.stones-club-aachen.de/?s=marianne+faithfull u.a.m.) nahmen enormen Einfluss auf die Band.

Diese Tatsachen sind es uns wert, einen weiteren kleinen Ausflug in die Historie der ROLLING STONES zu starten.

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Dazu zitieren wir einige Seiten aus dem Buch des Stephen Davis unter dem Titel „Die STONES“ (Europa Verlag Hamburg-Wien / www.europaverlag.de / ISBN 3-203-76075-4), Seiten 199 – 203:

„König der Clubs

Die Stones setzten 1966 ihre Serie visionärer Hitsingles fort, und sie begannen mit der Veröffentlichung von Alben, die zu zentralen Werken der Ära werden sollten. Drogen und ihr Ehrgeiz blieben der wesentliche Antrieb der Band, unbestreitbar ist aber auch der Einfluss der atemberaubenden Frauen in ihrem Umfeld. Dank Anita Pallenberg gelang es dem angeschlagenen Brian Jones, wieder seinen angestammten Platz in der Band und im Mythos der Rolling Stones einzunehmen. Keith Richards verliebte sich ebenfalls in Anita, und ihre Triade verschob das prekäre politische Gleichgewicht bei den Stones, eine Schieflage, die erst wieder ins Lot kam, als Mick Jagger und Marianne Faithfull Ende des Jahres ein Paar wurden. Mit ihrem enormen Elan und ihrer klassischen Bildung wurde Marianne schnell die zweite starke Frau, die ihren Beitrag zur kreativen Identität der Band leistete. Die Stones und ihre Frauen standen jetzt im leuchtenden Glanz des Ruhms und der künstlerischen Anerkennung, Vorhut der kulturellen Helden einer neuen Generation. Niemand war damals schöner als die Stones – oder mehr dem Untergang geweiht. Zur gleichen Zeit produzierten sie ´Stupid Girl´und ´Under My Thumb´, chauvinistische Texte, gesungen zu der finsteren und leidenschaftlichen Musik der Stones. Während die Songs entstanden, tobte eine Schlacht zwischen der Band und Decca wegen des Titels, den Andrew für ihr nächstes Album vorgeschlagen hatte: Could You Walk on the Water? Es sollte ein aufwendiges Album mit sechs Seiten Farbfotos von der Amerika-Tournee und einem Klapp-Cover werden, auf dem die Stones wie Pop-Messiasse auf einem kalifornischen Stausee wandeln sollten. Doch die Plattenfirma stellte sich quer. In ihrer Erbitterung darüber, dass sie nicht alleine über ihre Arbeit entscheiden konnten, und in Ermangelung einer besseren Idee nannten die Stones das Album Aftermath. Im Januar 1966 brachten die Beatles Rubber Soul heraus. Das Album erregte Aufsehen wegen seiner LSD-inspirierten Metaphorik und seiner exotischen Einflüsse, insbesondere wegen des neuen Sounds von George Harrisons Sitar bei ´Norwegian Wood´. Eines Nachts legte George die Sitar in Brians Hände, und innerhalb einer Stunde hatte der ein paar kleine Melodien auf dem komplizierten sechsundzwanzigseitigen Instrument produziert. In den USA wurde die Stones-Version von ´As Tears Go By´ zur Hitsingle. Das amerikanische Publikum kannte Marianne Faithfulls frühere Platte noch nicht, und Micks ´Tears´ erreichten im Januar den sechsten Platz. Im selben Monat kaufte sich Keith einen dunkelblauen Bentley S Touring Continental, den er allerdings noch nicht fahren konnte. An der vorderen Stoßstange befestigte er eine amerikanische Südstaatenflagge, ließ einen Plattenspieler einbauen und nannte den Wagen nach der Sängerin Lena Horne Blue Lena. Dann erwarb er Redlands, ein zur Hälfte aus Holz gebautes Farmhaus mit vier Schlafzimmern aus der Tudor-Zeit. Das strohgedeckte Haus lag auf dem Land bei West Wittering in Sussex, nahe der südenglischen Küste. Es war von einem mittelalterlichen Wassergraben umgeben und musste komplett renoviert werden. Redlands sollte Keith` Zufluchtsort werden und der Schauplatz der vielen Damen, die da kommen sollten. Keith zog mit seinem Hund im Frühjahr 1967 ein. ´19th Nervous Breckdown´ erschien im Februar mit dem starken, schmerzerfüllten ´Sad Day´ auf der amerikanischen B-Seite. Die Single wurde sowohl in den USA als auch in Großbritannien Nummer zwei. (´Sad Day´ war ein atmosphärisches Experiment, das nie auf LP erschien.) Inzwischen war bei den Stones eine Revolution im Gang. Mick Jaggers Affäre mit Chrissie Shrimpton ging, begleitet von immer giftigeren, öffentlich ausgetragenen Streitereien, Eifersuchtsanfällen und Vorwürfen, zu Ende. Keith` Freundin Linda Keith spielte mit Heroin herum, und die Beziehung der beiden kühlte ab. Während Mick und Keith ihre Freundinnen verloren, erlebten Brian und Anita eine der großen sadomasochistischen Liebesaffären des Jahrhunderts. In Brians neuer Bude im Elm Park Lane in Chelsea herrschte ein permanenter Karneval von Sex und LSD; Gäste verbreiten wilde Geschichten über die beiden ´verzauberten Geschwister´ (Terry Southern), die einander wir Transvestiten gekleidet im Liebesrausch auspeitschten. In den Clubs, die sie besuchten – Dolly`s, Blaises, the Scotch of St. James -, schlug Brian Anita aus geringstem Anlass mit der Faust ins Gesicht. Die bildschöne blonde Frau nahm das lächelnd hin und stellte ihre Blutergüsse voller Stolz zur Schau. Einige ihrer Freunde waren entsetzt, aber sie sagten ihnen, sie habe noch nie einen Mann so geliebt. Die Bindung zwischen ihr und Brian erschien absolut unauflöslich. In der Literatur über Sadomasochismus wird häufig die Ansicht vertreten, dass manche Frauen sich für stark halten, wenn sie in einer sadomasochistischen Beziehung verharren. Sie sind stolz, dass sie ihre eigene Meinung sagen, selbst wenn sie dafür geschlagen werden. Solche Paare leben in einem intensiven Kreislauf von Gewalt und Versöhnung und ihre Bindung ist manchmal sehr tief und real. Es besteht kaum ein Zweifel, dass Anita Pallenberg bewusst war, dass Brian Jones, der Herzensbrecher, in ihr endlich seine Meisterin gefunden hatte. Sie war so stark, dass er sie nicht zerstören konnte. Mit seiner jungen Göttin an seiner Seite gewann er einen Teil seiner verlorengegangenen Aura zurück. Wie ein Dandy in einen scharfen Nadelstreifenanzug gekleidet, mit exotischem, breitkrempigen Hut und extravagantem weiblichen Modeschmuck, den er bei Saks in der New Yorker Fifth Avenue gekauft hatte, war Brian der König der Clubs. Selbst die East-End-Ganoven traten beiseite, wenn Brian in einem Club erschien. Zu Hause begann er unter LSD mit Tonbandgeräten zu experimentieren und nahm atmosphärische ´Freeform´- Bänder mit unvollendeten Melodie-Ideen auf, die er jedoch löschte, bevor sie die Chance hatten, zu einem Song zu werden. Er sagte Freunden, die anderen Stones würden ihn nur auslachen, wenn er versuchte, seine Ideen im Studio einzubringen. ´Ich würde gerne Songs schreiben´, erzählte er bei einem Interview, ´aber es fehlt mir an Selbstvertrauen, und ich brauche Ermutigung.´ Keith Richards war fasziniert von Anita, weil sie ihm wahnsinnige Angst machte. ´Sie wusste alles und konnte es in fünf Sprachen sagen´, erzählte er Stanley Booth. Außerdem hatte Brian Keith für LSD begeistert, und die beiden waren sich unter dem Einfluss der Droge wieder näher gekommen. Nachdem Anita im Mai 1966 bei Brian eingezogen war, beherrschte sie das Haus durch einen verführerischen Nebel aus Astrologie, Zaubersprüchen und Haschischrauch. Der Filmregisseur Kenneth Auger bezeichnete Brian und Anita als ´okkulte Einheit´ innerhalb der Stones. Später, im selben Jahr zog Keith zu ihnen und wurde (zusammen mit dem häufigen Gast Tara Browne) Mitglied ihrer Acid-Kultgemeinschaft, von der Mick Jagger und seine wenig hippe Freundin – ´your obsolete, my baby´- ausgeschlossen blieben. Mick hatte Angst vor LSD. Er hatte es noch nicht genommen und wurde deshalb eine Zeit lang als der bourgeoise, kleinstädtische ´Spießer´ in der Gruppe verspottet und verachtet. Anfang 1966 saß Brian Jones im Blaises an der Bar, high von LSD und mit einer Hosentasche voll Speed, als er von zwei Reportern von News oft he World angesprochen wurde, der Sonntagszeitung, die in Großbritannien die höchste Auflage hatte. Die Reporter des sensationsgeilen Revolverblatts waren inkognito. Einer der beiden fragte Brian höflich, ob er zu den Stones gehöre. ´Ja das stimmt´, sagte Brian leise und linste unter seinem blonden Pony hervor, der ihm fast die Augen verdeckte. ´Wer sind sie denn?´ ´Mick Jagger´, log Brian und drehte sich mit einem Seufzer weg. Er hatte es satt, in den Clubs belästigt zu werden. Doch die Reporter ließen nicht locker und meinten, es wäre ihnen eine Ehre, wenn sie ihn zu einem Drink einladen dürften. Irgendwann kam das Thema LSD zur Sprache. Brian sagte, er habe in letzter Zeit eine Menge Trips eingeworfen, fügte jedoch hinzu: ´Jetzt, wo alle auf den Geschmack gekommen sind, nehme ich es nicht mehr so oft. Wissen Sie, was ich meine? Wenn sich zu viele Leute damit antörnen, wird es schnell in Verruf geraten, verstehen Sie?´ ´Wann haben Sie denn das Zeug zum ersten Mal genommen?´ ´Auf einer Tournee´, antwortete Brian ´Mit Bo Diddley und Little Richard.´ Das war absurd, aber Brian hielt gerne Leute zum Narren. Er verkündete noch immer, er sei der Leader der Rolling Stones. Inzwischen warf ein paar Pillen ein, und nach einem weiteren oberflächlichen Wortwechsel über Drogen tauchten seine Freunde auf. Brian holte ein in Folie verpacktes Stück marokkanisches Haschisch aus der Tasche seines seidenbesetzten Jacketts und lud sie auf einen Joint zu sich nach Hause ein. ´Bye Mick´, riefen die beiden Reporter ihm nach, als er ging. Brian und seine Gang lachten sich halb tot…“

Dieser Beitrag soll Euch wieder darauf vorbereiten, dass THE ROLLING STONES im Jahr 2016 mit großem Stolz wieder auf einige GOLDJUBILÄEN zurückblicken können, die wir im Laufe des Jahres 2016 auf unserer Homepage und in die Kategorie „HISTORIE“ (http://www.stones-club-aachen.de/category/historie/) zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme posten werden.

http://www.rollingstonesnet.com/images/BrianJones_Pallenberg.jpg

Manni Engelhardt –Club-Manager-

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