18.12.2013: Herzlichen Glückwunsch lieber Keith zu Deinem 70. Geburtstag und Deinem 30. Hochzeitstag mit Patti:

Liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Club-Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

heute, Mittwoch, den 18. Dezember 2013, ist Keith Richards 70 Jahre alt geworden. Dies nehmen wir, wie in den vergangenen Jahren zu den Geburtstagen des Keith (Klickt hierzu bitte die nachstehenden Links an: http://www.stones-club-aachen.de/2011/12/18/happy-birthday-keith-richards und http://www.stones-club-aachen.de/2012/12/18/happy-birthday-keith/) wieder zum Anlass, ihm einen Artikel auf unserer Homepage zu widmen.

Nun könnten wir es uns ja einfach machen und auf das in der Vergangenheit insgesamt auf unsere Homepage zu Keith gepostete verweisen, das ihr auf jeden Fall durch das Anklicken des nachstehenden Links  noch einmal aufrufen sollt: http://www.stones-club-aachen.de/?s=keith+richards !

Nein, heute wollen wir zu einem ganz besonderen runden Geburtstag auch einige auserlesene Zeilen auf unsere Homepage zu Ehren unseres Keith posten.

Da wollen wir dann mit einigen Zeilen aus der Mick Jagger – Biographie des Philip Norman (erschienen im Droemer-Verlag: http://www.droemer.de) Kapitel 21 „God Gave Me Everthing“, Seiten 679, 680, 681, beginnen:

„… Keith Richards´ äußere Erscheinung ist in den vergangenen zwanzig Jahren immer sonderbarer geworden. Während das fortschreitende Alter in Sir Micks Gesicht Spuren wie am Mount Rushmore eingräbt, zeigt sich in Keiths Zügen die erschreckende Formbarkeit eines Grimassenschneiders, der bei den im Norden Englands beliebten Wettbewerben sicher einen guten Platz belegen würde. Wenn er lächelt und seine Gesichtszüge zu zerfließen scheinen wie bei der Verwandlung Dr. Jekylls in Mr. Hyde in einem alten Film, verspürt man das dringende Bedürfnis, jedem Kind in der Nähe die Augen zuzuhalten. Seit einiger Zeit stellt er auch seltsame Dinge mit seinen Haaren an, dreht sie zu Dreadlocks mit metallenen wäscheklammerartigen Objekten am Ende oder bindet sie mit allzu sauber wirkenden Halstüchern zurück. Dennoch hat er den jahrzehntelangen selbstmörderischen Drogenmissbrauch im Wesentlichen unbeschadet überstanden, was wahrscheinlich einer körperlichen Konstitution zu verdanken ist, die höchstens noch von Winston Churchill übertroffen wurde (viele, die ihm nacheiferten, von Gram Parsons bis zu Amy Winehouse, waren leider nicht so robuste Naturen). Er behauptet, noch immer vom Heroin weg zu sein und seit seinem Sturzflug von der Kokospalme auf Fidschi kein Kokain mehr konsumiert zu haben, aber seine Stimme – und besonders sein absolut gruseliges Lachen – klingt trotzdem nach tausend ungeleerten Aschenbechern. ´Nett, hier zu sein´, sagt er in jeder Stones-Show bei seinen Solo-Auftritten zum Publikum. ´Hey, nett, überhaupt noch irgendwo zu sein, wisst ihr.´ Manchmal auch: ´Nett, euch zu sehen. Hey, nett, überhaupt noch jemand zu sehen, wisst ihr.´ Dieses spezielle Timbre – weniger Held der Rockgitarre als versoffener, sentimentaler alter Repertoireschauspieler – hat ihn jetzt auch sozusagen im zweiten Anlauf bei einem weltweiten Kinopublikum beliebt gemacht. Im ersten Teil des Films Fluch der Karibik von 2003 borgte sich Johnny Depp den Spruch für seine Rolle als Captain Jack Sparrow aus – ergänzt such einen Hauch von Pepe Stinktier aus dem Zeichentrickfilm von Warner Brothers. Angesichts von Keiths Ruf fürchtete Depp schon fast, dass er persönlich auftauchen, ihn an die Wand drücken und ihm einen Stockdegen an die Kehle halten könnte. Doch der Rockstar fand es überaus amüsant und trat im dritten Film der Reihe sogar kurz als Sparrows Vater, Captain Edward Teague, auf (wobei der schmuddelige Piratenhut, der wilde schwarze Bart und die baumelnden Kruzifixohrringe relativ normal an ihm wirkten). Während sich Captain Teague für seinen ersten Auftritt vor der Kamera vorbereitete, fragte ein Reporter, ob ihm denn der erfahrene Schauspieler Sir Mick irgendwelche Ratschläge habe zukommen lassen. ´Er ist der Letzte, den ich um Rat fragen würde´, entgegnete Keith. Da noch kein Ende der Piratenfilme absehbar ist, wird Sir Mick weiterhin zusehen müssen, wie sein Glimmer Twin auf der Leinwand Furore macht – was ihm selbst in über vierzig Jahren nicht gelungen ist. Im Mai 2010 wurde dann das Stones-Album Exile On Main St. von 1972, angereichert mit zehn bislang unveröffentlichten Titeln, neu aufgelegt. Bei der Erstveröffentlichung war es stark kritisiert worden, doch nun wurde es als eines der besten Rock-Alben aller Zeiten gefeiert und kam in der neuen Version als erstes Album der Band seit Voodoo Lounge sowohl in den USA als auch in Großbritannien auf Platz 1 der Charts. Parallel dazu wurde der Dokumentarfilm Stones in Exile gedreht, der die Flucht vor der britischen Steuerbehörde nach Frankreich schilderte und die Entstehung des Albums im Keller von Keiths Villa Nellcote beschreibt. Zur Premiere beim Filmfestival in Cannes standen die Leute schon zwei Stunden vor Beginn Schlange. Sir Mick stellte den Film persönlich vor, unterstützt von L´Wren (wieder taktvollin flachen Schuhen). Seine mit Selbstironie gewürzte Rede über die alten Zeiten der Stones, in Englisch und flie0endem Französisch vorgetragen, entzückte das Publikum. ´Anfang der Siebziger´, sagte er, ´waren wir junge, gutaussehende, bescheuerte Kerle. Jetzt sind wir nur noch bescheuert.´ Allerdings gab es von dem Aufenthalt in der Villa Nellcote kaum Filmmaterial. Deshalb besteht Stones in Exile überwiegend aus Standfotos in Schwarzweiß, die fast alle der junge Franzose Dominique Tarle geschossen hatte. Eine weitere Kuriosität: Einige der zu ihrer Mitwirkung bei Exile On Main St. interviewten Personen meldeten sich nur aus dem Off zu Wort, so als schämten sie sich der körperlichen Spuren, die ihre Sturm-und-Drang-Zeit bei ihnen hinterlassen hatte. Im Vorspann zur Ausstrahlung auf BBC 2 wurde auch zur kurzen Sofa-Plauderei zwischen Sir Mick und Alan Yentob gezeigt, dem obersten Boss der Sparte Kunst & Kultur bei der BBC. Sir Mick ließ sogar ein wenig Rührung erkennen, als er meinte, es sei ´irgendwie schon nett´, wenn Leute auf ihn zukämen und erzählten, welches der Stones-Konzerte ein richtiger Markstein für sie gewesen sei. Leider wollte sein Gesichtsausdruck nach einem halben Jahrhundert zwanghafter Coolness so gar nicht zu dieser Aussage passen.

Doch Keith Richards übertrumpfte seinen Glimmer Twin nicht nur, was Kinofilme anging. Nach seinem Debüt als Captain Edward Teague steckte er angeblich 7 Millionen Dollar als Vorschuss für seine  Autobiographie in die Tasche. Sein Ghostwriter war James Fox – nicht der Schauspieler, der nach seiner Rolle in Performance einen psychischen Absturz erlebt hatte, sondern ein früherer Journalist der Londoner Sunday Times (wie Sir Micks ehemaliger Ghostwriter John Ryle) und Autor von Weißes Verhängnis, der Geschichte eines unaufgeklärten Mordfalls in Kenia der 1940er Jahre. Dank Keiths minimaler Aufmerksamkeitsspanne, seiner Trägheit und seiner neuesten Leidenschaft, sich in seiner Bibliothek zu vergraben, versprach diese Aufgabe für Fox noch schwieriger zu werden als Ryles Arbeit an Jaggers Memoiren im Jahre 1983. Dennoch kam ein Manuskript zustande, das 2010 unter dem Titel Life veröffentlicht wurde…“

Das Keith-Buch  „Life“ toppte bis dato in seiner Auflagenstärke alles bis dato von ihm veröffentlichte. Hierzu hatten wir bereits als Club schon einmal eine etwas breitere Veröffentlichung auf unsere Homepage gepostet, die Ihr durch das Anklicken des nachstehenden Links auf und in Erinnerung rufen könnt:

http://www.stones-club-aachen.de/2011/10/26/keith-richards-life-wird-ein-jahr-jung/ .

Und jetzt kommt der ergänzende literarische Leckerbissen aus dem 40. – Stones-Jubiläums-Buch des Stephan Davis  „Die STONES“ (Europa-Verlag: www.europa-verlag.de), Kapitel 10 – „Alte Götter“ Seiten 614, 615

„…Februar 1993. Während Keith auf Tournee war, brachte Atlantic Records Micks Soloalbum heraus. Wandering Spirit war eins von zwei Alben, die er Ahmet Ertegun vertraglich zugesichert hatte. Das für den sonst so oberflächlichen Sänger sehr bluesige und introspektive Album wurde trotz schwerer Grunge- und Rap Konkurrenz im Radio ein Überraschungserfolg. Die Rolling Stones hatten seit vier Jahren keine neue Platte mehr herausgebracht, und Micks Album erreichte in den Vereinigten Staaten den elfte Platz in den Charts. Da Mick keine Solotournee machte, wurde sein Album mit einer Flut von Zeitschriftenartikeln und Interviews beworben. (typische Überschrift: ´Have You Seen Your Grandfather, Baby, Standing in the Shadows?´). In den Artikeln ging es um Micks Eheprobleme, seine soziale Kälte und angebliche Isolation sowie seine sechs Wohnsitze in England, den USA, Frankreich und auf Mustique. Mick managte alles wie ein alter Profi. ´Entweder du bist tot, oder du entwickelst dich weiter´, sagte er in einem Interview mit dem Esquire. Obwohl Keith den kreativen Raum, den ihm die X-Pensive Winos boten, offensichtlich genoss, war er auch zu einer Wiederbelebung der Stones bereit. Er war nicht gerne Frontmann wie bei den Winos und sagte, er habe durch diese Erfahrung neue Achtung vor Mick bekommen. Ende Februar besuchte er Mick in dessen New Yorker Haus, um über das nächste Album zu reden. Keith sagte, er wolle diesmal ein echtes Stones-Album machen, mit einem kargen modernen Sound, nicht opernhaft und barock. Mick war einverstanden, diesmal auch die verrückten und spontanen Einfälle auf dem Album zuzulassen. Dazu Keith: ´Wir saßen in Micks Küche und spielten mit Ideen. Ich sagte: Ich habe Stoff. Er sagte: Yeah, ich habe Stoff. Ich kam auf ein zentrales Wort – Fokus. Wir mussten ein paar Grooves zu Papier bringen … Diesmal würden wir alle den gleichen Horizont haben, wir hatten alle Zutaten, wir mussten uns nur fokussieren.´

Das gemeinsame Fokussieren begann im April im Blue Wave Studio auf Barbados, wobei sie sich von Rockabilly im Stil der Winos und Grooves der Afrikaner in Paris inspirieren ließen. Keith schrieb ´The Worst´  in der Küche des Studios, und ebenfalls im Studio schrieb er ´Throug and Throug´ – im Morgengrauen, nachdem er mit dem Gitarrentechniker Pierre de Beauport, der in dem Song Gitarre spielte, durch die Stadt gezogen war. Zeh Tage später stieß Charlie Watts dazu. Er war erleichtert, dass die Atmosphäre freundlich und entspannt war, und stürzte sich in die Sessions wie ein neuer Mensch. Er war, nun selbst ein erfahrener Bandleader und Plattenproduzent und brachte sich in die Produktion der Stones viel stärker ein. ´Dreh mich lauter, bellte er die erstaunten Tontechniker an. Keith betrachtete stets eine bestimmte Ecke des Studios als sein Territorium. Im Blue Wave auf Barbados war die Ecke durch ein handgeschriebenes Schild mit der Aufschrift ´Doc´s Office´ gekennzeichnet. Eines Nachts rannte Keith bei einem Gewitter von seiner Cottage ins Studio und fand unterwegs eine völlig durchnässte, halb verhungerte junge Katze. Sie war das kleinste Junge eines großen Wurfs, und ihre Mutter hatte sie nicht angenommen, also nahm Keith das Kätzchen mit unter die Plastikplane, die ihn vor dem Regen schützte, und brachte sie mit ins Studio. ´Diese Katze ist Voodoo´, verkündete er und nahm das Kätzchen in seine Office auf. Jemand ergänzte Keiths´ Schild, und die Aufschrift lautete jetzt: ´Doc´s Office + Voodoo Lounge´. …“

Diese Auszüge haben wir bewusst aus den beiden Büchern  zitiert und nicht aus Keiths Buch „Life“! Hier kann nämlich dann Keith keine „Selbstbeweihräucherung“ vorgeworfen werden. Wir stellen fest: 1. Ohne Keith Richards keine Glimmer Twins und keine Rolling Stones! 2. Ohne Keith Richards wären die Stones schon tot und es hätten keine Voodoo Lounge und die sich bis zum heutigen Tage daran anschließenden Touren gegeben. Ohne Keith Richards gäbe es Mick Jagger als den Frontmann der Rolling Stones nicht!

Insoweit gratulieren wir als Rolling Stones Club-Aachen/Stolberg Keith Richards ganz herzlich zu seinem 70. Geburtstag und zu seinem 30. Ehejubiläum mit Patti Hansen.

Lieber Keith, Du bist das lebendige Zeugnis für den Fortbestand der Rolling Stones weit über 50 Jahre hinweg. Du bist der lebende Beweis dafür, dass Rock- und Bluesmusik nicht nur die Leber frisch hält, sondern den gesamten Menschen, auch wenn er vorsichtig ausgedrückt, nicht den gesündesten Lebenswandel geführt hat.

Wir, der Rolling Stones – Club – Aachen/Stolberg, wünschen Dir, lieber Keith, weiterhin viel Gesundheit, Ausdauer, Lebens- und Spielfreude on Stage und in den Studios wo immer die Rolling Stones auftreten und weiterhin noch viele lange Jahre lang auftreten werden. Gleichzeitig wünschen wir Dir noch viele gemeinsame Lebensjahrzehnte mit Deiner Frau Patti.

Keith Richards und THE ROLLING STONES for ever!!!

Nachstehend haben wir einige Links für Euch alle mit gepostet, die Euch sowohl nach dem Anklicken auf die Homepages des Keith Richards als auch der Blue Lena (Keith-Shrine) führen. Aber auch einen weiteren Link werdet Ihr bemerken, nämlich den, der Euch nach dem Anklicken zu einer Foto-Galerie des Keith und seiner Frau Patti bringt. Wir wünschen viel Spaß beim betrachten. Aber auch wichtig ist unser Hinweis auf den nachstehenden Gratulationsartikel der Anke Restorff, den wir so toll gefunden haben, dass wir ihn für Euch mit gepostet haben.

http://www.keithrichards.com

http://www.zimbio.com/photos/Keith+Richards/Patti+Hansen

http://www.thekeithshrine.com

Für das gesamte Club-Präsidium Manni Engelhardt –Club-Manager-

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