RATHAUS STOLBERG EIN RAUCHERPARADIES?

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Club-Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde unserer Homepage, liebe Stonerinnen und Stoner,

den nachstehenden Leserbrief haben wir heute an die STOLBERGER ZEITUNG zu dem am heutigen Tage erschienen Artikel „IST DAS RATHAUS EIN PARADIES FÜR RAUCHER?“  verfasst und mit der Bitte um Veröffentlichung an die Redaktion gesendet. Wir bringen Euch diesen Leserbrief und den entsprechenden Artikel, den wir unter den Leserbrief gepostet haben, zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme. Wir möchten daran erinnern, dass Ihr fast täglich unter http://www.stones-club-aachen.de/category/rauchverbot/ Aktuelles nach dem Anklicken des Links lesen könnt.

Für die „Initiative gegen das totale Rauchverbot in NRW“ als Mitglied im „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte“ (http://www.komitee-bürgerrechte.de)

Manni Engelhardt

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Artikel „Ist das Rathaus ein Paradies für Raucher?“ in Ihrer heutigen Ausgabe der Stolberger Zeitung nehme ich wie folgt Stellung:

Herr Hemmann kritisiert mit Recht den Unterschied zwischen dem Gelten des Rauchverbotes in Kneipen und dem Gelten des Rauchverbotes in öffentliche Einrichtungen und/oder beim Friseur (§ 3, Abs. 2 des Änderungsgesetzes zum Nichtraucherschutzgesetz von NRW). So hatten wir ja denn auch seinerzeit als „Initiative gegen das totale Rauchverbot in NRW“ genau diese Ungleichbehandlung mit zum Anlass unserer zwischenzeitlich abgelehnten Bundesverfassungsgerichtsbeschwerde gegen das ab 1. Mai 2013 in NRW in Kraft befindliche Grün/Rote-Totalrauchverbot genommen. Dass sich hier Nischen auftun, ist das Versäumnis der Grün/Roten-Landtagsmehrheit und der Landesregierung. Dass bestehende Nischen ausgenutzt werden, findet unsere volle Unterstützung. Der Bürgermeister der Stadt Neuss, Herr Napp, raucht ja auch in seinem Dienstzimmer gleichermaßen als Aufforderung zum Protest mit dem Mittel des zivilen Ungehorsams. Die Absurdität dieses Rauchverbotes in NRW wird von Tag zu Tag deutlicher. Von Tag zu Tag sterben nämlich durch dieses bevormundende Rauchverbot immer mehr Kneipen, werden immer mehr Existenzen und Arbeitsplätze vernichtet, stirbt ein großes Stück Brauchtum und Kultur. Gegen diese Absurdität der „Grün/Roten-Gutmenschen“ setzen wir uns als Mitglied im „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte“ in ganz NRW zur Wehr. Bei den Bundestagswahlen hat sich besonders hier im Aachener Raum gezeigt, dass das Bündnis 90/Die Grünen einen hohen Stimmenverlust zu erleiden hatten. Unsere Demonstrationen und Kundgebungen in fast allen größeren Städten von NRW gegen dieses Rauchverbot zeigen Wirkung. Und so machen wir denn auch weiter. Am Sonntag, den 27.10.2013 findet eine weitere Demonstration in Solingen statt. Demnächst werden wir in der StädteRegion Aachen wieder zu einer zentralen Demonstration aufrufen, sollte dieses irre Rauchverbot bis vor der Kommunalwahl in NRW, die im Mai 2014 stattfinden wird, nicht aufgehoben sein! Wir empfehlen den rauchenden Kolleginnen und Kollegen bei der Stadt Stolberg, sich ihre Nische nicht wegnehmen zu lassen, sondern weiter zu rauchen, auch wenn darin, wie die Beschilderung es zeigt, „Lebensgefahr“ herrscht. Eher geht nämlich in NRW durch Bevormundungspolitik ein Stück persönliche Freiheit zugrunde, als  jemand im Raucherraum des Rathauses der Stadt Stolberg oder im Büro des Bürgermeisters von Neuss  tot umfällt!

Für die Veröffentlichung meines Leserbriefes sage ich Ihnen meinen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Engelhardt

-Sprecher der Initiative gegen das totale Rauchverbot in NRW-

Freunder Landstr. 100

52078 Aachen

„IST DAS RAUTHAUS EIN PARADIES FÜR RAUCHER (STOLBERGER ZEITUNG vom 16.10.2013)

Leser Wilfried Hemmann prangert die Existenz eines separaten Raumes an. Türe mit Aufschrift ´ Vorsicht Lebensgefahr ´. Stadt weist Vorwurf zurück.

Stolberg. Das Gesetz zum Schutz von Nichtraucherinnen und Nichtrauchern in Nordrhein-Westfalen ist im Mai noch einmal verschärft worden. In Kneipen darf jetzt nicht mehr geraucht werden, Raucherraum hin oder her. Wer qualmen will, muss raus! Gleiches gilt auch für Schulen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen oder Einkaufszentren – und auch für das Stolberger Rathaus? Denn dort gibt es noch einen Raucherraum für die Zigarettenabhängigen. ´Ist das Stolberger Rathaus ein Raucherparadies?´ Dies mutmaßte jedenfalls gestern Leser Wilfried Hemmann. Der Diplom-Ingenieur hatte etwas im Rathaus zu erledigen und kam dabei an eine Tür mit der dubiosen Aufschrift ´Lebensgefahr´ vorbei. Lebensgefahr in einem Rathaus, das ließ den Mann doch stocken. Neugierig öffnete er die Tür – und wurde gleich herein gebeten in den Raucherraum. Wenn er sich eine anstecken wolle, bitte sehr! ´Hier wird gequarzt, dass der Rauchmelder schon seinen Geist aufgegeben hat´, vermutet Hemmann. ´Dieser Luxus ist rauchenden Kneipenbesuchern fern. Selbige müssen sich vor der Tür dem Spott der Öffentlichkeit preisgeben und holen sich hier den Kältetod. Während die Bediensteten im Rathaus in völliger Anonymität in klimatisierten Räumen ihre Sucht befriedigen, stehen die Kneipenbesucher wie die Trottel vor der Tür.´ Hier werde offensichtlich gegen das Gleichbehandlungsgebot des Grundgesetzes verstoßen. Dies wies das Büro des Bürgermeisters gestern vehement zurück. Natürlich werde im Stolberger Rathaus nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Sprecherin Petra Jansen verwies auf Nachfrage auf eben jenes Nichtraucherschutzgesetz aus dem Mai. In Paragraf 3, Absatz 2, seien die Ausnahmen aufgelistet. Dazu gehörten auch öffentliche Verwaltungen oder Gerichte. Voraussetzung sei, dass diese Verwaltungen Räume ausdrücklich als Raucherräume gekennzeichnet hätten und Personen unter 18 Jahren keinen Zutritt hätten. Dies sei für den Raucherraum im Rathaus eigentlich schon immer gegeben gewesen, so Jansen. Immerhin: Ausreichend als Raucherraum (´Lebensgefahr´) gekennzeichnet, ist der Raum wohl auf alle Fälle.“ (oha)

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