Artikel von A. Lang, Evangelischer Pressedienst epd, zu 50 Jahre Rolling Stones

Liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Clubmitglieder, hallo Freundinnen und Freunde unserer Homepage,

nachstehend haben wir einen Jubiläumsartikel über die ROLLING STONES, die heute ihr 50. Bühnenjubiläum feiern können, auf unsere Homepage gepostet. Im 8. Absatz des Artikels kommt auch der Unterzeichner zu Wort. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Mit stoned Grüßen Euer Manni Engelhardt -Club-Manager-

Musik/Rock/FEA

Keine Rockerrente in Sicht – Die Rolling Stones stehen seit 50 Jahren auf der Bühne – (mit Bild) – (Termin: 12. Juli) Von Alexander Lang (epd)

Sie sind ein Phänomen und sie rollen immer noch: Die Rolling Stones gibt es seit einem halben Jahrhundert. Für viele Fans, Sammler und Musiker von Stones-Tributebands sind Mick Jagger und Co. alterslose Musikgötter, die längst im Rock-Olymp wohnen.

Speyer (epd). Der junge Mick Jagger setzt sein unschuldigstes Lächeln auf. „Mindestens ein weiteres Jahr wird es uns noch geben“, spricht er dem Fernsehreporter mit gespielter Schüchternheit ins Mikro. Die Szene in Schwarz-Weiß von 1965, die Regisseur Martin Scorsese in seinen Konzertfilm „Shine a Light“ (2008) hineingeschnitten hat, spricht für sich: Da ist eine Schar junger Typen, die auszog, den reinen Blues zu spielen und als größte Stadion-Rockband aller Zeiten zurückkehrte.

Ein halbes Jahrhundert später rollen die Stones immer noch. Obwohl das Songwriter-Gespann Jagger und Gitarrist Keith Richards sowie ihre Bandkollegen Ron Wood (Gitarre) und Charlie Watts (Schlagzeug) längst über das Renteneintrittsalter hinaus sind, scheint ein Ende der vielleicht wirklich dienstältesten Band aller Zeiten nicht in Sicht. Am 12. Juli 1962 gaben die englischen Musiker im Londoner Marquee Club ihr erstes öffentliches Konzert.

Ihr größtes Geburtstagsgeschenk wollten sich die Rolling Stones zum 50. Bandjubiläum selbst mit einer Welttournee geben. Sie wird nun auf 2013 verschoben, möglicherweise mit dem ausgeschiedenen Ur-Mitglied Bill Wyman am Bass. Lust darauf habe er schon, lässt Gitarrist Richards verlauten, der sich mit seinem Dauerstreit-Partner Jagger wohl einmal mehr ausgesöhnt hat.

Wenn es in der Pop- und Rockmusik ein wirkliches „Phänomen“ gibt, dann trifft das für die Stones zu. Phänomenal ist es schlichtweg, dass die Milliardäre den Rock’n’Roll-Wahnsinn überhaupt überlebt haben. Wie der kettenrauchende Ex-Junkie Richards in seiner Autobiografie „Life“ (2010) schildert, hat jeder einzelne Stone sein ganz persönliches Martyrium aus Sucht, Beziehungskrisen, finanziellen und körperlichen Abstürzen hinter sich.

Über keine andere Band wurde so viel geschrieben, wurden Wahrheit und Fiktion zu einem schillernden Gesamtbild vermengt. Die Medien bauten die Stones auf und machten sie nieder. Deutschlands größtes Boulevard-Blatt fragte kürzlich unter dem Titel „Wie überlebt man 50 Jahre Sex & Drugs & Rock‘ n‘ Roll?“ scheinheilig, ob die mittlerweile überwundene Kehlkopfkrebserkrankung von Schlagzeuger Watts nicht mit seinem Lebensstil zusammenhänge.

Für manche sind die Stones unsterblich, für andere sind sie die Untoten des Rock, die irgendwann den Zeitpunkt verpasst haben, aufzuhören. Fans lieben sie vor allem dafür, dass sie irgendwie „schon immer da waren“ sowie ihre rebellische Attitüde des „Du kannst mich mal!“. Das Image der bösen Buben half den Stones, die mit „Satisfaction“ (1965) die Hymne ihrer Generation schrieben, auch über ihren Tiefpunkt in den 80er Jahren mit Trennungsgerüchten hinweg. „Sie sind mittlerweile Musik-Götter, die aus dem Musik-Olymp heraus als lebende Legenden immer wieder auf die Bühne kommen“, liefert Manni Engelhardt seine Definition des Stones-Phänomens. Der Manager des Stones-Clubs in Aachen ist „ein waschechter Stoner“. Sein ganzes Leben dreht sich um die Musik der Gruppe. „Könnte sein, dass ich Charlie Watts in diesem Jahr treffe“, hofft Engelhardt, in dessen Fanclub regelmäßig Stones-Tributebands auftreten.

Keine andere Gruppe, mit Ausnahme der australischen Hardrocker AC/DC vielleicht, hat so viele musikalische Nachahmer gefunden, wie die Stones. Auch die Tributeband „Bigger Bang“ aus Stuttgart „covert“ die Hits aus dem rund 450 Titel zählenden Stones-Songkatalog.

„Es sind einfach tolle Typen, die bei aller Unterschiedlichkeit in ihrer Musik voll aufgehen und das bis heute rüberbringen, sagt Sänger Uli Heinzle, der den Mick Jagger gibt. Die Vitalität des „besten Frontmanns aller Zeiten“, der noch mit 68 Jahren über die Bühne tänzelt, lasse auch seine faltigen Kollegen alterlos erscheinen.

Sollten die Altherren des Rock doch einmal keine Lust mehr auf Bühnenstaub und Schallplatten-Studios haben, hätte mancher Fan Verständnis dafür. „Für mich wäre es keine Enttäuschung“, versichert Bobby Ballasch von der Tribute-Band „Voodoo Lounge“ aus Braunschweig. Bei rund 40 Konzerten im Jahr spielen die Musiker jeweils zwei Stunden lang „Rockstars für ein Rockstar-Publikum“. „Die Stones haben eine so außergewöhnliche und lange Karriere hingelegt, dass es für mich völlig in Ordnung wäre, wenn sie es sein ließen“, sagt der Sänger.

Dass der Ruhm der Stones auch in Zukunft erhalten bleibt, dafür sorgt Ulrich Schröder. Der musikverrückte Fan, der seit 1965 alles sammelt, was mit seinen Idolen zu tun hat, eröffnete vergangenes Jahr im niedersächsischen Lüchow das weltweit erste „Stones Fan Museum“ – inklusive Groupiezimmer mit Whirlpool und goldenen Wasserhähnen. Dort wird am Freitag, 6. Juli, auch der Bildband „The Rolling Stones: 50“ in Deutschland vorgestellt: ein Dankeschön von Mick, Keith, Charlie und Ron an ihre Fans.

epd lmw rks
# epd-Service

## Info
Zum 50. Jubiläum der Rolling Stones erscheint im Münchener Prestel Verlag am 10. Juli der Bildband „The Rolling Stones: 50“. 352 Seiten mit mehr als 1.000 Abbildungen. 39,95 Euro. Das Material für das Buch hat nach Verlagsangaben die Band selbst ausgewählt Das Stones Fan Museum, Dr.-Lindemann-Str. 14 in Lüchow, Telefon: 05841/5902, ist von Ostersonntag bis 31. Oktober jeweils dienstags bis sonntags von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

## Internet
www.rollingstones.com
www.stonesfanmuseum.com
www.voodoo-lounge.de
www.biggerbang.de
www.prestel.de

## Redaktionelle Hinweise
Hierzu hat epd-bild Fotos „Rolling_Stones“ über mecom-Bildfunk verbreitet;
auch abrufbar unterwww.epd-bild.de und Tel.: 069/58098-197


Dr. Alexander Lang
Evangelischer Pressedienst (epd)
Landesdienst Mitte-West
Redakteur
Evangelischer Presseverband in der Pfalz e.V.
Beethovenstraße 4
67346 Speyer
Tel.: 06232/1323-25
Fax.: 06232/1323-24
Email: lang@evpfalz.de
Internet: www.epd.de; www.evangelischer-kirchenbote.de

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