KURZGEFASSTE GESCHICHTE DER ROLLING STONES

Liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,

zum 50. Jubiläumsjahr der allergrößten, allerbesten und dienstältesten Rock-Band aller Zeiten und des Universums habe ich mir heute etwas ganz besonderes einfallen lassen.

Ich möchte Euch nachstehend die KURZGEFASSTE GESCHICHTE DER ROLLING STONES aus dem Buch des David Dalton „THE ROLLING STONES – DIE ERSTEN 20 JAHRE“ (Copyright 1982 by BOGNER & BERNHRAD GmbH & Co – Verlag –vormals München / heute Berlin- / www.bogner-bernhard.de ),

                                 Bildergebnis für fotos von david darltons buch the rolling stones - die ersten 20 jahre

ein unbedingtes MUSS für alle Fans, zur Kenntnis bringen, wo ihre Volksschullehrerin Elsa Smith wie folgt zu Wort kommt. Als Clubmanger und Stones-Fan hat mir die Schlusspassage am besten gefallen, die Elsa Smith wie folgt geschrieben hat, und die hier als Vorspann hervorgehoben stehen sollte:

„In und um Dartford wurden sie schon von den Mädchen geliebt; die Namenszüge „Mick“, „Keith“ und „Brian“‚ erschienen wie ein Ausschlag auf den Sachen der meiste Schulmädchen. Die mutigeren schrieben „Ich liebe Mick Jagger“ auf ihre Hausaufgabenhefte.“

UND NUN WÜNSCHE ICH EUCH SEHR VIEL SPASS BEIM LESEN DIESER EINMAL ETWAS UNGEWÖHNLICHEREN GESCHICHTE AUS ERSTER HAND! Herzlichst und stoned EUER Manni Engelhardt –Club-Manager-

„Eigentlich beginnt die Geschichte 1941 in London, und zwar mit der Geburt von Charlie Watts, genannt Chas. Er war ein vielversprechender Junge und ging an die namhafte Tyler Crofts-Schule in London. Chas war ein guter Schüler. Er spielte Fußball und Kricket und gewann viele Preise in Kunst und Englisch.

Was ich wirklich über die Stones weiß, das stammt von viel näher hier daheim, wo mein Mann keineswegs der beste Geschichtslieferant ist. Gran Scott hatte eine hübsche Tochter, Eva, ein reizendes Mädchen mit richtig goldenem Haar und schlanker Figur. Heute noch hat sie ihre blauen Augen, die lächeln, wenn sie spricht. Als Mädchen hatten wir denselben Freund. Aber während ich zur Universität ging, stahl sie einem ernsten Mann aus dem Norden das Herz: Basil („Joe“) Jagger, der damals Sportlehrer an der höheren Schule am Ort war. Sie heirateten, und am 26. Juli 1944 wurde in einem kleinen Haus in der Brent Lane in Dartford Michael Phillip Jagger geboren. Er war ein dickes, herziges Baby, so dick, dass es ein Jahr dauerte, bis er zu laufen begann. Aber alle Muttis waren verrückt nach ihm wegen seiner strahlend blauen Augen, seiner ingwerfarbenen Haare und der Grübchen, wenn er lächelte. Sein Vater bekam einen besseren Job, so dass er nach Dartford West ziehen konnte, wo Mick die Wentworth-Volksschule besuchte. Ich wurde als Aushilfslehrerin an Micks Schule geschickt. Ich die Klasse von dreißig Jungen und Mädchen noch vor mir, die alle gleich angezogen waren: graue Flanellhosen oder –röcke, weiße Hemden und Blusen, rote und graue Schlipse. Alle so gleich, nur einer darunter ganz anders, was schon mit dem Namen anfing: Mike Jagger. Wer könnte ein Kind vergessen, das Mike Jagger heißt? Ein drahtiger Name für eine aufgeweckte, drahtige kleine Persönlichkeit.

Wessen Hand schnellte als erste in die Höhe und winkte heftig, wenn man eine Frage gestellt hatte?

Wer sprang von seinem Sitz auf, um die Bücher einzusammeln mit den Worten: ´Es ist ein schöner Tag, Fräulein, dürfen wir Fußball spielen?´

Es war auf den ersten Blick zu sehen, dass er für unser altes Gymnasium bestimmt war, ein efeuumranktes Gemäuer aus roten Ziegelsteinen. Mittlerweile war er fünf Fuß zehn groß, hatte immer noch dieselben blauen Augen, aber sein Haar (das er gerne mausgrau nennt) würde ich nun als hellbraun bezeichnen, und es besaß eine leicht angedeutete Welle. Inzwischen waren die Jaggers recht gutsituierte Leute mit einem hübschen Haus in dem Dorf Wilmington, einem weißverputzten Haus mit vielen krumpeligen alten Apfelbäumen, wo Mike und sein Bruder Chris Tarzan spielten. Mike muss als Junge sehr komisch gewesen sein, wenn er zum Fernsehen seine Schoten abzog. Schon früh hatte er die Begabung, andere nachzumachen, vor allem Cliff und Elvis, erzählte Eva. Da sah ich meinen reizenden Jungs zu, wie sie adrett und sauber dasaßen und dem grässlichen Cliff Richard mit seinem widerlichen Haarschnitt und seinen sexyen Tanzbewegungen zusahen, und sie lacht, wenn sie an ihre Jungs denkt, die meine reizenden Jungs ja immer noch sind, aber Cliff wirkt neben ihnen einfach kraftlos. Mike war nicht gerade ein idealer Schüler. Der mittlerweile pensionierte Rektor, Mr. Hudson, ein kleiner, aber herrschsüchtiger Mann, der bei den Jungs den Namen ´Lofty´ hatte, war von Mike nicht angetan, der das Zeug zu einem guten Sportler hatte, sich in der Schule aber nicht gerade anstrengte. Warum auch sein Leben und seine Gesundheit beim Rugby, dem Schulspiel riskieren? Aber bei Basketball machte er gute Figur. Nach einem ziemlich wackeligen Start und einer saftigen Gardinenpredigt von ´Lofty´ wurde er siebenmal mit ganz ordentlichen Noten versetzt. Er war zwar bei vielen Lehrern unbeliebt, aber sein Französisch- und sein Geschichtslehrer mochten ihn sehr gern; aber wenn man heute in der Schule nach ihm fragt, dann wollen sie alle von ihm nichts wissen. Für sie ist er der Junge, der seine Chancen vertan hat, wenn er auch den nötigen Notendurchschnitt bekam, um einen Platz an der Universität zu kriegen, d.h. nicht ganz Universität, aber an der berühmten School of Economics in London. Für Mike war das eine glückliche Fügung, denn er und sein bester Freund, Keith Richards, waren jetzt ungeheuer an Popmusik mit Negereinschlag interessiert. Keith wurde im Dezember 1944 ebenfalls in Dartford geboren. Am Anfang ging er in die Volksschule, später dann mit seinem Freund Mike nach Wentworth. Ich sehe ihn noch vor mir: ein totaler Einzelgänger, voller Haß auf die Schule und oftmals in Tränen aufgelöst. Seine Mutter: ´Er war eine solche Heulsuse.´ Der kleine Rebell gegen jede Autorität ist immer noch ein Rebell, mehr noch als sein Freund Mick Jagger. Sein einzig wirkliches Interesse galt der Musik, und er lernte eine ganze Menge von seinem Großvater. Von der Technischen Hochschule in Dartford wurde er gefeuert und begann ein Kunststudium in Sidcup, wo das Resultat auch nicht besser war. Er und Mick fanden ein gemeinsames Zimmer in London, nicht zu weit entfernt von der Hochschule und den Clubs. Mick hatte das Geld von seinem Stipendium – für einen Jungen genug, um einigermaßen bequem zu leben – und kaufte Essen und Bücher. Es reichte sogar noch für Vergnügungen. Sie waren glücklich, weit weg von der Familie zusammen sein zu können; denn als sie erst bei den Jaggers, dann bei den Richards ihre Beat-Nummern geübt hatten, waren die Nachbarn beider Familien auf die Barrikaden gegangen.

Brian kam ebenfalls nach London. Er ließ sich eine Zeit lang treiben. Eines Tages, als er Durst auf ein Bier hatte, betrat er einen Pub in Soho, das Brickmaster Arms, das nichts Besonderes an sich hatte, ausser das Mick und und Keith dort verkehrten; bei einem Bier unterhielt er sich mit seinen zukünftigen Partnern. Mick und Keith hatten gemeinsam mit Dick Taylor von den späteren ´Pretty Things ´ Bänder aufgenommen und an Alexis Korner vom Maarquee Jazz Club in Soho geschickt. Er mochte die Bänder, man traf sich. Das Ergebnis: Mick und Keith konnten bei der Hausband einsteigen. Brian hörte zu, und alle vier waren an einen Drummer interessiert, Charlie Watts – so waren also bereits vier der Stones auf ihrer Umlaufbahn. Mick, Keith und Brian richteten sich in einem Appartement in Chelsa ein, das mit dem Geld aus Micks Stipendium bezahlt wurde. Keith´ Mutter half ihnen mit der Wäsche und – wichtiger noch – mit Essen aus, denn ein Stipendium lässt sich schwer so strecken, dass drei davon leben können. Keith und Brian nahmen zeitweilig Jobs an, aber Mick verbrachte seine Tage mit Studieren und die Nächte mit Singen. Er hatte seine Eltern überredet, ihm Geld für eine Ausrüstung vorzustrecken. Als die Jungs dann gebeten wurden, für Alexis Korner im Marquee Club einzuspringen, ihr erster großer Auftritt, tauchte Bill Wyman alias Perks auf. Er hatte ihre Anzeige gelesen, in der sie einen Bassisten suchten. Sie mochten einander, und einen Namen zu finden war auch nicht schwer, weil sie alle Muddy Waters verehrten. Eins seiner Lieder hieß ´Rolling Stones´. Also war die Gruppe geboren, müde und nicht selten hungrig. Sie hatten kein Bedürfnis, sich in Kleidung und Frisuren anzupassen, und boten damit eine sehr ungewöhnliche Erscheinung, die Aufmerksamkeit erregte. Ende 1962 / Anfang 1963 erfuhr Brian, das ein Club in Richmond eine neue Band suchte. Mick rief sofort dort an und machte die Sache mit Giorgio Gomelsky klar. Im Januar 1963 hatten sie ersten Auftritt im Station. Es war keine Sensation, aber schon Mitte April standen die Fans Schlange. Giorgio fand sie wirklich gut und rief den Record Mirror an, der einen Reporter und einen Fotografen schickte. Der Welt wurde bewusst, dass die Rolling Stones die neue Attraktion waren, Angesichts der fantastischen Szenen, welche die fantastischen Fans, die sich zur Urwaldmusik in Windungen und Zuckungen ergingen, dem Fotografen lieferten. Eines Tages wurde die Fanpost zu viel, und Keith sprach ein hübsches Mädchen im Publikum an, ein Mädchen in seinem Alter mit langem Haar und blauen Augen. ´Wie heißt Du? Shirley? Gut Shirley, wir brauchen ein Mädchen, das uns bei der Fanpost hilft. Was hältst Du davon? ´ Sie hielt viel davon und blieb die nächsten neun Jahre bei den Boys. Mike hatte gerade seine erste große Prüfung bestanden. Aber es war der Moment, sich zu entscheiden: entweder Bankmanager oder ein Leben für die Musik. Er wusste, dass er seinem Stern folgen musste. Als das Geld hereinzufließen begann, zahlte er sein Stipendium zurück, anschließend die Schulden bei seinen Eltern: sauberes Finanzgebaren und saubere Prinzipien. Im Mai 1963 tauchte Andrew Oldham, jung wie sie, und Eric Easton, älter und erfahrener, in Richmond auf. Sie sahen die Stones und waren überwältigt. Zwei Studios wurden bereitgestellt. Sie nahmen ´Come On ´und ´I Wanna Be Loved ´ auf. Die Stones waren nicht zufrieden, aber die Platte landete in den Hitparaden. In und um Dartford wurden sie schon von den Mädchen geliebt; die Namenszüge ´Mick ´, ´Keith ´ und ´Brian ´erschienen wie ein Ausschlag auf den Sachen der meisten Schulmädchen. Die mutigeren schrieben ´Ich liebe Mick Jagger ´ auf ihre Hausaufgabenhefte.“ ELSA SMITH

Habe Euch nachstehend noch ein Foto aus der Gründungsphase mit posten lassen. Wünsche Euch viel Spaß beim Betrachten.

Manni Engelhardt –Club-Manager-

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