Happy Birthday, Keith Richards!

Liebe Stonerinnen und Stoner, liebe Besucherinnen und Besucher unserer Webseite,

heute, Sonntag, den 18. Dezember 2011, wird Keith Richards 68 Jahre jung! Dies habe ich zum Anlass genommen, ihm nachstehenden Artikel zu seinen Ehren zu widmen:

Sehr unordentlich und sehr vergesslich – das ist Keith. Ich kenne ihn länger als die anderen. Wir gingen zusammen zur Schule. Ich weiß bis heute nicht, was er den ganzen Tag so denkt, dabei ist er wirklich einer meiner besten Freunde. Wir machen sehr viel zusammen. Manchmal gibt es kleine Streitereien. Wir sind sogar ziemlich oft anderer Meinung, aber normalerweise finden wir einen Kompromiss. Wir waren wirklich noch nie ernsthaft verkracht. Wie ich schon sagte, er ist ziemlich vergesslich, und so ist er auch nicht nachtragend. Mittlerweile ist er ein sehr guter Songschreiber, und wir arbeiten sehr effektiv zusammen. Allerdings ist er ein grausamer Morgenmuffel. Normalerweise haben wir um diese Zeit noch nichts miteinander zu tun, und das ist echt ein Vorteil. Aber naja, manchmal fällt er aus der Rolle und ist total aufgeweckt… Sonst ist er ziemlich lebendig. ER hält es viel länger ohne Schlaf aus als ich. Und ich hab ihn schon immer um seine Fähigkeit beneidet, im Flugzeug zu schlafen. Er fühlt sich sehr wohl in der Gruppe und ist immer optimistisch. Das bringt mich hoch, wenn ich mich mal nicht gut fühle. Ich glaube, die Leute werden aus Keith nicht so leicht schlau. Manchmal ist er ziemlich scheu, und manchmal hat er einfach keine Lust, Leute kennenzulernen.“ (MICK JAGGER ÜBER KEITH RICHARDS IN „DISC WEEKLY“ AM 12. FEBRUAR 1966)

Unsere Teamarbeit hat sich sehr verändert: Was mein Songwriting und mein Gitarren-, Bass- und Schlagzeugspiel anging, ist Keith für mich diesmal eine richtige Stütze gewesen. („Redakteur: Heißt das, es war nicht immer so?“) Aber sicher nicht! Auch wenn wir schon seit Ewigkeiten zusammenarbeiten, haben wir doch unterschiedliche Arten, die Sache anzugehen. Ich bin ziemlich analytisch: Ich will den und den Groove haben. Keith spielt lieber eine Melodie so lange, bis irgendetwas passiert. “ (MICK JAGGER IM JAHRE 2005 BEI EINEM INTERVIEW ÜBER KEITH RICHARDS)

Diese Zeilen lasse ich unkommentiert auf Euch wirken; denn jede/jeder sollte hier für sich über Micks Statements philosophieren, die in jedem Falle vielsagend sind, auch wenn zwischen beiden knapp 40 Jahre Zeit vergangen sind.

Keith Richards wurde am 18. Dezember 1943 in Dartford, Grafschaft Kent, England/GB, geboren. Er war ein Einzelkind seines Vaters Bert Richards und seiner Mutter Doris Maud Lydia Richards, geborene Dupree. Er sang als Kind in einem Knabenchor. Dieser Knabenchor erlangte im Nachgang durch Keith nicht nur Berühmtheit, sondern auch deshalb, weil er vor Königin Elisabeth II. das Oratorium „DER MESSIAS“ des Georg Friedrich Händel aufführte, und Keith dort kräftig mitsang. Keith war und ist immer noch das lebendige Symbol für „DROGEN und ROCK ´N´ROLL“, so wie es sich Nichtkenner der Szenerie und die Masse der Medien vorstellen. Sein exzessiver Lebensstil hat dieses Klischee geprägt, das er wohl nie mehr loswerden wird (http://www.sueddeutsche.de/leben/vip-klick-keith-richards-macht-nur-einen-scherz-1.241247 ) .

Der Gitarrist der allergrößten, allerbesten und dienstältesten Rockband des Universums und aller Zeiten hat jedenfalls so ausschweifend gelebt, dass ihm alle Ärzte, die er bereits überlebt hat, einen frühen Tod voraussagten. Allen ärztlichen Prognosen zum Trotz begeistert die LEBENDE ROCKLEGENDE mit seinem unverwechselbaren Gitarrensound seit nunmehr fast 50 Jahren die Rolling Stones – und Keith Richards – Fans in aller Welt! KEITH RICHARDS LEBT, UND WIRD MIT DEN ROLLING STONES AB 2012 AUF JUBILÄUMS-WORLD-TOUR GEHEN!!!

Gemeinsam mit dem Frontmann der Rolling Stones (Mick Jagger) bildet Richards wohl das erfolgreichste Komponisten-Duo aller Zeiten, nämlich „THE GLIMMER TWINS“! Keith taucht on Stage förmlich in seine Musik ein. Live muss man ihn ganz einfach mit z. B. den Songs „HAPPY“ oder „THE WORST“ (http://www.youtube,com/watch?v=Jerq87fV1k4) erleben. Dann kann man seine Versunkenheit genauestens erkennen. Allerdings sind dies keine extravaganten Auftritte. Die überließ und überlässt er wohlwissentlich in all´ den vielen Jahrzehnten dem Frontmann Mick Jagger, der mit seinem durchtrainierten Körper immer noch fit wie eh und je über die Bühne wirbeln kann.

Die Jugendfreunde Keith Richards und Mick Jagger zeichnen immer noch gemeinsam die Entwicklung der Texte und der Melodien, die sich zu den einzigartigen ROLLING STONES – KREATIONEN entwickelten und entwickeln, wobei Keith attestiert werden muss, dass er einen Großteil der Hits, wie z. B. „(I CAN´T GET NO) SATISFACTION“ schuf. Mit seinem unverkennbaren und einzigartigen Sound prägte Keith die Stones seit 1962 wesentlich mit. Es ist ihm im Besonderes mit zu verdanken, dass seit 1962 die Band die allergrößten allerbeste und dienstälteste Rock-Band in der ganzen Welt und aller Zeiten wurde und geworden ist.

Keith ist und war nur für einen ganz bestimmten Teil der damaligen und heutigen Jugend ein Vorbild, nämlich für die waschechten Stonerinnen und Stoner und für die Teile der Jugendlichen, die sich nicht unbedingt und bedingungslos an den vorgegebenen Werten der etablierten Institutionen in Politik, Wirtschaft, Adel, Kapital, Kirchen, quasi dem Establishment, orientieren wollten und wollen. Er wird den übrigen Band-Mitgliedern gegenüber von der Weltpresse immer noch als das „Schlimmste Stones-Mitglied“ bezeichnet. Er hat sich tatsächlich in der Vergangenheit volle Dröhnungen an Alkohol, Nikotin und harten Drogen bis zur „Oberkante/Unterlippe“ gegeben, was sich in seinem zerfurchten Gesicht widerspiegelt. Manchmal wirkt er auch on Stage ausgemergelt und kränklich, was ich aber als optische Täuschung bezeichnen möchte. Der Kerl ist absolut gesund und ein lebendiges Beispiel dafür, dass nicht alle exzessiv lebenden Rockgrößen mit 27 Lenzen von der Lebensbühne abtreten müssen! Keith ist quasi der „AUSNAHME-GARANT FÜR DAS GEGENTEIL“, welches die Regel bestätigt!

O-TON KEITH RICHARDS: „NUR DER TOD KANN DIE STONES AUFHALTEN!

Aber auch die Solo-Karriere des Keith Richards, der sich ja zeitweilig ohne „s“, nämlich Keith Richard schrieb, muss hier kurz durch mich belichtet werden. Im Dezember 1978 brachte er über Rolling Stones-Records die Single „RUN RUDOLPH RUN“ mit der B-Seite „THE HARDER THEY COME“ heraus.

1988 nahm er mit seiner Band X-PENSIVE WINOS das Album „TALK IS CHEAP“ (http://www.youtube.com/watch?v=mqyq6_INu3o) auf. 1992 erfolgte das zweite Album mit dem Titel „MAIN OFFENDER“.

Weitere Soloaufnahmen sind:

  • 1991: Live At The Hollywood Palladium 1988
  • 1992: Main Offender
  • 1993: Eilen (5 Tracks im Japan-Mini-Album)
  • 1997: Wingless Angels – Volume I
  • 2006: The New Barbarians – Buried Alive (Live 1979)
  • 2007: The First Barbarians – Live From Kilburn (Live 1974)
  • 2010: Wingless Angels – Volume II
  • 2010: Vintage Vinos

Ferner soll er ja auch wieder an einer Solo-LP arbeiten, wie wir bereits berichtet haben: (http://www.stones-club-aachen.de/2011/05/23/keith-richards-arbeitet-an-neuem-soloalbum/) .

Keith Richards spielt vorliebend Akustikgitarren sowie E-Gitarren von Fender, Modelle: Stratocaster, Gibson Les Paul, Gibson Les Paul Junior und Gibson ES-335. Als sein Markenzeichen gilt allerdings die alte Fender Telecasters, die mit Halshumbucker versehen wurden.

Ferner unterstützte Keith auch Kollegen bei ihren Musik-Projekten und war auch zwischenzeitlich als Schauspieler tätig. Dies erklärt sich wie folgt: Der Schauspieler Johnny Depp ist mit Keith befreundet. Er holte Keith Richards in der Filmreihe „FLUCH DER KARIBIK“ im dritten Teil 2007 „Pirates oft he Caribbean – Am Ender Welt“ vor die Kamera. Keith trat dort als Jack Sparros Vater auf. Diesen Part übernahm er auch für den vierten Teil dieser Filserie unter dem Titel „Pirates oft he Carribbean – Fremde Gezeiten“, der in diesem Jahr in die Kinos gekommen ist.

Das Buch des Keith unter dem „LIFE“ ist zwischenzeitlich ein Bestseller geworden, wie wir bereits berichteten, (http://stones-club-aachen.de/2011/10/26/keith-richards-life-wird-ein-jahr-jung/), und nunmehr über ein Jahr auf dem Markt.

Keith war niemals der SUPER-SEX-PROTZ, wie es eigentlich nur Mick Jagger war und ist. Er hatte zwar einige Beziehungskisten, z. B. mit Anita Pallenberg oder Uschi Obermaier, auf die es sich aber hier durch mich nicht einzugehen lohnt. Wichtig erscheint mir in diesem Zusammenhang nur der Hinweis, dass er 1983 das US-amerikanische Modell Patti Hansen geheiratet hat, und seit dieser Eheschließung monogam lebt. Mit Anita Pallenberg zeugte er einen Sohn und eine Tochter. Mit Patti zeugte er zwei Töchter, über die er mit ARGUS-Augen wachen soll, wie man sagt. Er soll sogar den Lebensgefährten seiner Töchter Verhaltensregeln oktroyiert haben, wie gemunkelt wird. Zutrauen tue ich ihm das ganz sicher; denn Micks Eskapaden sind ihm ja nicht unbekannt, und haben ihn sicherlich mit dazu veranlasst?

Nicht zum Abschluss möchte ich aus dem Buch des Stephen Davis „Die STONES“ (Europa-Verlag / www.europaverlag.de) über Keith Richards (Seiten 57/58) zitieren:

Die Rollin´ Stones“ Keith Richards, achtzehn Jahre alt, dünn wie eine Bohnenstange, mit Jeanshose, Jeansjacke und lila Hemd bekleidet, sah aus – um es mit William Burroghs zu sagen – wie ein Schafe mordender Hund. Er lief die Wardour Street hinunter, seine billige Gitarre trug er in einem Plastikkoffer unter dem Arm. Stripperinnen mit Perücken und gewagten Büstenhaltern stolzierten an ihm vorbei. Im Bricklayer`s Arms an der Ecke Wardour und Lisle roch es nach warmem Ale und den Zigaretten des Vorabends. Eine muntere Bardame empfing ihn. ´Wir sollen hier proben. Können Sie mir sagen, wo´s langgeht?´ – ´Zweiter Stock, Süßer.´ Kaum hatte Keith den ersten Treppenabsatz erreicht, da hörte er schon das Klavier, schöne rollende Boogie-Länge mit einem Touch Crescent-City-Stride – entspannt, gefühlvoll und meisterhaft gespielt. Keith schlich sich in den Raum und Ian Stewart saß am Klavier, das zum Fenster hinübergerückt worden war. Er spielte Bordellpiano-Licks, Jelly Roll Morton und Professor Longhair, und merkte nicht, dass jemand zuhörte. Er starrte aus dem Fenster, weil, wie Keith später bemerkte, sein Fahrrad draußen an einem Pfosten angekettet war und er befürchtete, jemand könne versuchen, es zu stehlen. Keith war hin und weg. Er hatte Stu bei Korner spielen sehen und gemerkt, wie er die amateurhafte Band durch seine Autorität zusammenschweißte. Es war ihm klar, dass Stu sich nicht die Bohne für Chuck Berry interessierte. Für eingefleischte Bluesfans wie Stu war Keith ein Rock ´n´ Roller und wäre besser beraten, auf eine Clubtournee mit Neil Christian and the Cruaders (deren Gitarrist der siebzehnjährige Jimmy Page war) zu gehen. Keith stand nur da und lauschte dem wunderbar fließenden Klavierspiel dieses Pinetop Perkins, der im Körper eines stämmigen Schotten steckte. Alle paar Minuten gab Stu einen Kommentar zu den auf der Straße in hochhackigen Schuhen vorbeistaksenden Stripperinnen ab. Schließlich drehte er sich um, sah Keith prüfend an und meinte lakonische: ´Du musst der Chuck-Berry-Künstler“ sein`…

Das war der Entree des Keith Richards in die Entwicklungswelt der „THE ROLLIN´ STONES“ nach meinem Dafürhalten, und mit Sicherheit auch eines der Schlüsselerlebnisse“, die Keith Richards selbst wahrscheinlich schon vergessen hat, das aber hier in einem Atemzug mit seinem 68. Geburtstag genannt werden muss.

Die größte Keith Richards – Fan – Gemeinde existiert wohl in USA, wo Blue Lena den sogenannten „KEITH-SHRINE“ hütet, den sie für alle Stones- und Keith Richards-Fans in der gesamten Welt per Internet zugänglich gemacht hat. Der Klick auf den Link http://thekeithshrine.com/ lohnt sich auf jeden Fall. Ich meine sogar, dass der Klick auf diesen Link ein unbedingtes MUSS darstellt!

Ich empfehle Euch allen auch ferner, direkt über unsere Homepage von Zeit zu Zeit auf die eigene Webseite des Keith zu gehen, die wir auf unserer Homepage als Dauerlink gepostet haben.

Ich habe mir ebenfalls erlaubt, einige nachstehende Bilder des Keith, die ihn in den jeweiligen Lebensabschnitten (Kleinstkind, Jugendlicher, mittleren Lebensabschnitt und als älteren Herren) zeigen, über unseren Systemadministrator zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme posten zu lassen. Diesbezüglich wünsche ich Euch viel Spaß beim Betrachten.

Im Namen des Rolling Stones – Club – Aachen/Stolberg und seines Präsidiums wünsche ich Keith Richards alles erdenklich Liebe und Gute zu seinem heutigen Geburtstag. Möge er für die kommenden Jahre weiterhin mit einer „PFERDEGESUNDHEIT“ ausgestattet bleiben, damit wir ihn ohne Ende -ganz besonders aber auf der 50. Jubiläums-World-Tour- on Stage hören und sehen können.

Mit stoned Grüßen für den gesamten Club
Manni Engelhardt -Club-Manager-

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4 Antworten zu Happy Birthday, Keith Richards!

  1. Werner sagt:

    Lieber Manni,
    danke für Deinen umfassenden Beitrag über unseren „Keef Richards“.Einen Artikel über ihn zu schreiben ist wohl so schwer, wie “ die Nadel im Heuhaufen zu finden“,oder wenn man als Stones-Fan eine Liste der besten zwanzig Stones-Songs schreiben müsste.Du hast es trotzdem geschafft,wesentliche Etappen im Leben von Keith hier aufzuzeigen.

    • Manfred Engelhardt sagt:

      Hallo Werner,
      besten Dank für die „Blumen“. Diesen Artikel habe ich sehr gerne geschrieben; denn wenn man so manches, was einige Zeitgenossen über Keith Richards geschrieben haben, liest, kommt mir als waschechter Stoner die „Galle“ hoch.
      Das was ich über ihn zusammengetragen habe, ist allesamt „hieb- und stichfest“.
      Stoned Gruß
      Manni Engelhardt -Clubmanager-

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